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Institutional Money Kongress 2019

26. und 27. Februar 2019
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BlackRock und Co sorgen dafür, dass "der Schwanz mit dem Hund wedelt"

Laut Flossbach von Storch-CEO Bert Flossbach sind ETF-Anbieter aufgrund ihrer mittlerweile hohen Beteiligungsverhältnisse bei börsennotierten AGs die "Monarchen" des Investmentvolks. Investoren müssen hoffen, dass die großen Indexfondsanbieter ihre Macht weise und im Sinne der "Kleinen" einsetzen.

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© wsf-f / Fotolia

Flossbach von Storch scheint jedenfalls kein Freund von ETFs zu sein. So monieren die Kölner Vermögensverwalter, dass die zunehmende Bedeutung von ETFs und Indexfonds ein erhebliche Problem für die Marktwirtschaft darstellen könnte und sogar für die "gesamte Gesellschaft".

"... bislang kaum beachtete Schattenseite"
Setzen sich die Wachstumsraten der vergangenen Jahre fort, könnten die drei großen ETF-Anbieter - BlackRock, Vanguard und State Street - in den nächsten fünf Jahren ihren Anteil an börsennotierten US-Firmen auf 40 Prozent erhöhen. "Diese Machtkonzentration ist eine bislang kaum beachtete Schattenseite des passiven Investmentbooms", schreibt Flossbach von Storch CEO Bert Flossbach in einer Mitteilung im Januar an Kunden, aus der Bloomberg zitiert. Bloomberg-Daten vom Dezember würden zeigen, dass Blackrock und Vanguard zusammen über 65 Prozent des Marktes untereinander aufteilen, mit steigender Tendenz.

Auch bei vielen deutschen gelisteten Unternehmen haben die großen ETF-Häuser aus den USA inzwischen signifikante Anteile aufgebaut. So ist BlackRock an 18 Dax-Unternehmen mit mehr als fünf Prozent beteiligt. Bei Allianz, BASF, Bayer, Deutscher Börse, E.ON, Münchener Rückversicherungs, Siemens und Vonovia ist der New Yorker Vermögensverwalter größter Einzelaktionär.

"Hier wedelt der Schwanz mit dem Hund"
Flossbach sieht einen besonderen Interessenskonflikt in der Tatsache, das die ETF-Anbieter oft auch aktive Fonds anbieten, die in den gleichen Unternehmen investiert sind. Oft sind diese wesentlich kleiner als der ETF, gewinnen durch den großen Bruder aber an Gehör und Einfluss. "Hier wedelt der Schwanz mit dem Hund", meint Flossbach.

Kritiker befürchten Einschränkung des Wettbewerbs
Bereits im vergangenen Jahr wies ZEW-Chef Achim Wambach auf eine weitere Problematik hin, wenn Investmentgesellschaften wie BlackRock bei konkurrierenden Unternehmen stimmberechtigt sind. Dies gefährde nach seiner Einschätzung den Wettbewerb. Wambach, der auch Vorsitzender der Monopolkommission ist, verglich die aktuelle Situation mit der ehemaligen Deutschland AG.

"Wie in einer Monarchie kann man nur hoffen, dass das Schattenregime im Sinne der Unternehmen und damit des gesamten Investmentvolks handelt", erklärt Flossbach. (aa)


Flossbach von Storch hält am 11. Institutional Money Kongress, der Ende Februar 2018 im Frankfurter Congress Center stattfindet, einen Workshop über Auswirkungen der Niedrigstzinsen auf Investoren. Workshopleiter ist Prof. Dr. Thomas Mayer, Gründungsdirektor Flossbach von Storch Research Institute.

 

 

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