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25. und 26. März 2020
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Betriebsrentenreform scheitert an deutscher Mentalität

Deutsche Arbeitnehmer wollen einerseits eine Betriebsrente, auf der anderen Seite wollen die meisten Teilnehmer laut einer Aon-Umfrage keine oder nur geringe Kapitalmarktrisiken tragen. Diese Risikoscheu kommt den Deutschen langfristig teuer.

Fred Marchlewski
Aon Geschäftsführer Fred Marchlewski: „Das ist sicher einer der Gründe, warum es bei der Umsetzung des Betriebsrentenstärkungsgesetzes (BRSG) so schleppend vorangeht."
© Aon

Dass der deutsche, börsennotierte Kapitalstock größtenteils ausländischen Investoren gehört und nicht der hier ansässigen Bevölkerung, liegt u.a. an der deutschen Scheu vor Kapitalmarktrisiken. Eine Bestätigung dafür liefert eine jüngst, vom Beratungsunternehmen Aon durchgeführte Umfrage. Diese kommt zum Ergebnis, dass fast alle Arbeitnehmer von Großunternehmen Betriebsrenten ohne Garantien ablehnen. Alle anderen bevorzugen entweder Garantien oder sind unentschlossen. Dieses Bild trifft dabei auf alle Altersgruppen zu. Aon hatte rund 1.000 Mitarbeiter aus Großunternehmen mit mehr als 10.000 Beschäftigten befragt.

Viel Überzeugungsarbeit notwendig
„Das ist sicher einer der Gründe, warum es bei der Umsetzung des Betriebsrentenstärkungsgesetzes (BRSG) so schleppend vorangeht. Das Gesetz ist jetzt ein Jahr in Kraft. Dennoch gibt es bisher kaum Vereinbarungen zur Tarifrente, die ohne Garantien auskommen soll”, kommentiert Aon Geschäftsführer Fred Marchlewski die Ergebnisse der Studie. „Hier ist noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten.”

Interessantes Umfrage-Detail
Wie tief der Wunsch sitzt, alle Risiken auszuschalten, wird bei den Beschäftigten von Finanzdienstleistern deutlich. Obwohl hier der Zusammenhang zwischen Risiko und Rendite bekannt sein sollte, sind nur 18,8 Prozent der Mitarbeiter bereit, für eine höhere Rente auf Garantien zu verzichten.

Assekuranzen haben auf Niedrigzinsen reagiert
Dass sich bei einem hohen Maß an Garantien kaum noch attraktive Renditen erzielen lassen, haben auch die Lebensversicherer erkannt, wie Aon in ihrer Aussendung betont. Produkte mit einer garantierten Mindestverzinsung werden immer weniger angeboten. Stattdessen wird das Angebot für die betriebliche Altersversorgung zunehmend von Tarifen mit reduzierten Garantien und stärkerer Kapitalmarktorientierung bestimmt. Noch einen Schritt weiter gehen die mit dem Betriebsrentenstärkungsgesetz möglich gewordenen Zielrentenmodelle, die ganz ohne Garantien auskommen.

Intelligente Allokation erspart hohe Garantiekosten
„Garantien erzwingen eine sehr konservative Anlagestrategie und kosten deshalb viel Geld“, erklärt Wolfram Roddewig, Head of Investment Consulting bei Aon. Gleichwohl kommt die Sicherheit bei Zielrentenmodellen nicht zu kurz. „Sicherheit lässt sich auch ohne Garantien realisieren”, so Roddewig. Durch geeignete Modelle könnten extreme Schwankungen des Kapitalmarktes ausgeglichen werden. Dann werde es sehr unwahrscheinlich, dass es zu Kürzungen bei den prognostizierten Betriebsrenten kommt.

Zwei interessante Grafiken zur Umfrage können Sie obiger Bildergalerie entnehmen. (aa)


Bekannter Aon-Professional moderiert Podiumsdiskussion am IM-Kongress
Dr. Georg Thurnes, Chefaktuar bei Aon und stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für betriebliche Altersversorgung (aba) moderiert am 12. Institutional Money Kongress am 26. Februar 2019 im Rahmen von “IM Spezial” eine hochkarätige Podiumsdiskussion zum Thema “Zukunft der Rente – Status quo Sozialpartnermodell, und wie geht es weiter?”. Welche namhaften Experten am Podium sitzen, erfahren Sie nachfolgend.
Wichtig: Eine Anmeldung ist nur noch bis 21. Februar 2019 möglich, reservieren Sie sich rasch ihren Platz!

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