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10 Jahre Institutional Money Kongress Institutional Money Kongress 2017

21. und 22. Februar 2017
Congress Center, Frankfurt
Ludwig-Erhard-Anlage 1

Die neue Normalisierung

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Seit 2009 haben die Zentralbanken ihre Bilanzen auf beispiellose Art aufgebläht. Angesichts des weltweit verbesserten Wirtschaftsumfelds hat die Notwendigkeit einer „Normalisierung“ – Anhebung der Zinsen und Reduzierung der Bilanzen – zu einer vierten Welle des Tapering geführt.

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INSTITUTIONAL MONEY KONGRESS 2017


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Adair Turner & der IM-Kongress: Zinsanstieg nur in Fantasy-Land

Auf dem 10. Institutional Money Kongress vertrat der Starökonom einmal mehr umstrittene und teilweise überraschende Thesen. Stimmen diese beispielsweise bezüglich Inflation und Griechenland darf nachher niemand mehr behaupten, man hätte ihn nicht gewarnt ...

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Lord Adair Turner bei der lebhaften Präsentation und Verteidung seiner mitunter kontroversiellen Thesen. Mit seiner Argumentation pro Helikoptergeld steht er übrigens in deutlichem Widerspruch zum Retter der Eurozone, Jean-Claude Trichet – einem weiteren Starreferenten des 10. Institutional Money Kongresses. Die wichtigsten Slides seiner Präsentation sehen Sie in nachfolgender Fotostrecke.

Wie heilt man Menschen von dem Vorurteil, Makroökonomie sei eine eher trockene Angelegenheit? Antwort: Man schickt sie zu einem Vortrag von Lord Adair Turner, einem der Starreferenten des 10. Institutional Money Kongresses. Bei seiner tour de force, die den ersten Tag des Kongresses abschloss, und unter dem Titel "The Global Economy: Secular Stagnation or Recovery at Last?" bewies er  vor allem zwei Dinge: Erstens, dass er ein Wissenschafter des 21. Jahrhunderts ist, der sich der Anforderungen an das damit einhergehende Tempo durchaus bewusst ist. Und zweitens, dass sich der so dermaßen mit dem Konzept des Helikoptergeldes assozierte Ökonom nicht so leicht in eine Schublade stecken lässte – gerade auch wenn es um eben dieses Helikoptergeld geht.

Das Helikopter-Risiko? Die Politik

Punkt eins beweist Turner in den ersten zwei Minuten. Denn der Titel der Veranstaltung "wäre vor drei Monaten so nicht da gestanden. Der zweite Teil hätte gefehlt." Also die Frage nach einer möglichen wirtschaftlichen Erholung. Punkt zwei ergibt sich später, gegen Ende der Ausführungen. Als er die Helikopter-These differenziert und auf deren Risken hinweist. Diese bestünden zwar nicht in technischer Sicht, allerdings sehr wohl in politischer. „Denn das Problem ist: Haben Politiker einmal erkannt, dass das funktioniert, machen sie es immer wieder. Und das ist dann natürlich gefährlich.“

Willkommen in Fantasy-Land

Auch die Frage nach einer mögliche Erholung der Weltwirtschaft beantwortet Turner facettenreich und weist auf diverse Ungleichgewichte, vor allem in der Leistungsbilanz hin (Anm.: siehe Foto- und Chartgalerie oben), und in der Eurozone auf die Tatsache hin, „dass man nach wie vor mit Feuer spielt.“ Insbesondere die griechische Schulden-Krise fasst er in klare Worte: „Wenn Sie wirklich glauben, dass Griechenland seine Schulden abbezahlen wird, leben Sie in Fantasy-Land“

Nochmal nachdenken

Schlechte Nachrichten hat Turner auch für alle, die auf steigende Zinsen und eine damit verbundene, leichtere Rendite-Erzielung für institutionelle Investoren hoffen: „Wenn sie das wirklich glauben, sollten Sie wahrscheinlich noch einmal genauer darüber nachdenken“ – was Turner damit meint, ist in der oben angeführten Foto- und Chartgalerie genauer angeführt … der Autor entschuldigt sich schon jetzt für das verrutschte Chartbild – die Message sollte aber trotzdem klar sein … (hw)

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