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Aberdeen Standard: Markt preist zu wenige Zinserhöhungen ein

Laut Einschätzung des Chefvolkswirts von Aberdeen Standard Investments preist der Markt zu wenige Zinsschritte der Zentralbanken ein.

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Aberdeen Standard Investments-Chefvolkswirt Jeremy Lawson
© Aberdeen Standard Investments

Auf der Rentenseite könnte Ungemacht drohen: Denn obwohl 2018 höchstwahrscheinlich ein starkes BIP-Wachstum bringen sollte, hinken die Erwartungen an die Geldpolitik etwas zurück. Denn "der Markt" glaubt nicht wirklich, dass es seitens der Fed zu vielen Leitzinserhöhungen kommt. Das ist der aktuellen Ausgabe der Publikation „Weekly Economic Briefing“ von Aberdeen Standard Investments zu entnehmen.

Als Beispiel führen die Aberdeen Standard Investments-Volkswirte die USA an, wo die Märkte trotz starken Wachstums und drohender fiskalischer Impulse in den nächsten zwei Jahren nur noch mit etwas mehr als drei Zinserhöhungen rechnen. In vielen anderen entwickelten Märkten seien sogar noch weniger Schritte eingepreist, wie die nachfolgende Grafik zeigt:

Erhöht die Fed um das Doppelte?
Aberdeen Standard Investments-Chefvolkswirt Jeremy Lawson geht sogar davon aus, dass die Fed in diesem Zeitraum mehr als das Doppelte der derzeit eingepreisten Straffung liefern wird. „Dies würde im Vergleich zu früheren Zyklen immer noch eine langsame Verknappung bedeuten“, fügt er an.

Viele Gründe sprechen für langsame Zinserhöhungen
Für das langsame geldpolitische Vorgehen der Zentralbanken gebe es in allen Volkswirtschaften durchaus gute Gründe, räumt Lawson ein. So dürfte sich, erstens, die Beschleunigung des globalen Wachstums nur langsam auf eine stärkere Inflation auswirken. Zweitens erwartet er, dass die Zentralbanken klare Anzeichen für eine nachhaltige Rückkehr der Inflation zu ihren jeweiligen Zielen sehen wollen, bevor sie aus ihrer akkomodierenden Politik aussteigen. Drittens dürften die Auswirkungen einer Straffung stärker sein als vor der Krise. Lawson: „Es gibt deutliche Anzeichen dafür, dass der Gleichgewichtszins tendenziell gesunken ist, während die Verschuldung in der gesamten Weltwirtschaft gestiegen ist.“

Inflationsentwicklung genau beobachten
„Insgesamt bietet die Kombination aus gesundem Wachstum und langsamen Rückführung der expansiven Geldpolitik einen günstigen Rahmen für die Industrie- und Schwellenländer. Wir müssen jedoch auf Anzeichen achten, ob die Grundlagen für diesen Policy-Mix, insbesondere im Hinblick auf die Inflation, zu brechen beginnen“, so Lawson. (aa)


Veranstaltungshinweis: Aberdeen Standard Investments ist am 11. Institutional Money Kongress 2018 Ende Februar als Sponsor vertreten und hält sowohl einen Workshop, als auch ein Gruppengespräch zum Thema "Emerging Market Debt": Mehr Informationen sowie eine Anmeldemöglichkeit dazu finden Sie nachfolgend:

 

 

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