Institutional Money, Ausgabe 3 | 2023
I m Jahr 1990 vom britischen Investor und Philanthropen Jeremy Coller gegründet, ist Coller Capital einer der größten globalen Investoren auf dem Private-Equity- Sekundärmarkt. Coller sieht in der ESG-Thematik weder eine Pflichtübung noch ein Nice-to-have, sondern vielmehr einen zentralen Bestandteil der Arbeitsweise. Chief Invest- ment Officer und geschäftsführender Gesellschafter Jeremy Coller betrachtet ESG durch eine Reihe unterschiedlicher „Linsen“, durch die man einerseits Risiken identifizieren, andererseits aber auch Chancen wahrnehmen kann, die mit einer Investition verknüpft sind. Bereits seit Jahren verbessert Coller seine Nachhaltigkeitsberichterstattung kontinuierlich. Der siebente Report unterstreicht einmal mehr die Wichtig- keit der Rolle von ESG an den Privatmärkten, die sich spe- ziell in den letzten fünf Jahren weiterentwickelt hat. So nimmt die Zahl der General Partner zu, die eine formelle Richtlinie zur Integration von ESG implementiert haben und ESG-Kriterien in ihren Anlageprozess einfließen lassen. Auch auf Diversität im Partnerkreis wird mittlerweile mehr Gewicht gelegt. Coller Capital versteht sich als Begleiter seiner Portfoliomanager auf deren ESG-Reise. Als „Rohstoff“des aktuellen ESG-Reports dienen die Ant- worten der GP-Organisationen, die Assets in aktiven Privat- marktfonds von Coller mit den Bezeichnungen CIP VI, CIP VII, CIP VIII und CCO I managen. CCO I ist dabei der weltweit erste Fonds für Private Credit Secondary Invest- ments, der auch das erste Mal in Collers ESG-Bericht auf- taucht. Von 160 befragten GPs antworteten immerhin 94, die insgesamt 525 Private-Equity-Fonds managen. Diese Fonds repräsentieren 80 Prozent der Assets von Coller. 71 Prozent der antwortenden GPs sind selbstständige Private- Das britische Private-Equity-Haus Coller Capital befragte seine General Partner, bei denen es Investments tätigt, hinsichtlich ihrer ESG-Strategien. Die Ergebnisse zeigen, dass das Thema auch in diesem Bereich weiter an Bedeutung gewinnt. Weit mehr als bloße Pflicht Welche PE-Strategien verfolgt werden Buy-out führt, gefolgt von Growth. An dritter Stelle folgt Venture Capital, sodann Debt-Strategien, Real Assets und Secondaries. Impact Investing spielt hier noch eine eher untergeordnete Rolle. Quelle: Coller-Studie Klimapolitik und Investmentprozess Zwei von neun antwortenden GPs integrieren bereits heute Klimafragen. Klima als Risiko, aber auch als Opportunität sowie der CO 2 - Fußabdruck werden speziell von großen PE-Managern in den Investmentprozess integriert. Eine entsprechende Firmenpolitik verfolgen 41 Prozent der GPs mit mehr als zehn Milliarden US-Dollar Assets under Management. Quelle: Coller-Studie 22 % 78 % Nein Ja Buy-out Growth Venture Capital Debt Real Assets Secondaries Impact Investing Fund of Funds Prozentsatz der antwortenden General Partner 66 % 47 % 22 % 14 % 12 % 7 % 4 % 4 % 208 N o . 3/2023 | institutional-money.com PRODUKTE & STRATEGIEN | ESG Private Equity FOTO: © COLLER CAPITAL » Als Investor in Secondaries helfen wir unseren Portfoliomanagern bei der Entwicklung ihrer ESG-Praxis weiter. « Jeremy Coller, CIO und Managing Partner von Coller Capital in London
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