Institutional Money, Ausgabe 4 | 2018

Matt Duncan, CEO Ostrum Asset Management: „Viele, auch große und vor allem ausländische Investoren wollen nicht jede einzelne Transaktion mit ihrer Bank besprechen. Sie bevorzugen einen Asset Ma- nager, der wie eine Art Puffer als Treuhän- der zwischen ihnen und der Bank steht.“ S eit Anfang April tritt die frühere Natixis Asset Management unter ihrem neuen Namen Ostrum Asset Management auf. Der neue Name soll für eine klarere Marken- struktur in Bezug auf das mehrere Tochter- gesellschaften umfassende Modell der Mut- tergesellschaft Natixis Investment Managers sorgen. „Ostrum“ stamme aus dem Lateini- schen, damit würdige man die europäischen Wurzeln des Unternehmens, hieß es dazu aus Paris. Die Bedeutung „von violetter Farbe“ mache zudem die Zugehörigkeit von Ostrum zu Natixis und zur BPCE-Gruppe deutlich. Die Änderung des Namens war allerdings am Ende nur Teil eines größeren Umstrukturierungsprozesses, in dem sich das Unternehmen befindet. Was ansonsten noch dahintersteckt, hat die Redaktion im Interview mit Ostrum-CEO Matt Duncan erfahren. Herr Duncan, Ostrum Asset Management hat vor Kurzem eine „operative Effizienz- initiative“ angekündigt. Was muss man sich unter der etwas kryptischen Bezeichnung genau vorstellen? Matt Duncan: Was dahintersteckt, ist quasi der Schlussstein des breiter angelegten Strategieplans zur Neupositionierung von Ostrum Asset Management, den wir bereits im Jahr 2016 auf den Weg gebracht haben. Die Effizienzinitiative soll bis zum Jahr 2020 unsere Kostenbasis um 25 Prozent senken. Wichtigster Bestandteil ist eine Straffung der Produktpalette. Konkret ist eine Reduzierung unserer Portfolios um 30 Prozent bis zum Jahr 2020 geplant. Wir füh- ren zudem Gespräche mit unseren Arbeit- nehmervertretern, um in beiderseitigem Einvernehmen die Freisetzung von 50 Mit- arbeitern aus unserem in Paris ansässigen Team auf freiwilliger Basis zu ermöglichen. Das entspräche einem Anteil von 9,5 Pro- zent unseres Personals, der über einen Zeit- raum von zwei Jahren eingespart werden könnte. Was die strategischen Effekte aus diesen Maßnahmen angeht, gehen wir da- Matt Duncan , CEO von Ostrum Asset Management, einer Tochter von Natixis Investment Managers, erklärt im Interview, wie er bis 2020 eine Kostenreduzierung um 25 Prozent erreichen will und wie seine Gesellschaft die Blockchain in der Fondsabwicklung einsetzt. A L L E F OTO S : © F R A NÇO I S DA B U RON » ES WIRD GEWINNER U 72 N o. 4/2018 | www.institutional-money.com THEOR I E & PRA X I S : MATT DUNCAN | OSTRUM AS SET MANAGEMENT

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