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3. INSURANCE DAY 2012

Im Zeichen der Unsicherheit über den Zeitplan

Solvency II - 2012

Bereits zum dritten Mal trafen sich Vertreter von Versicherungsgesellschaften aus Deutschland und Österreich in den ehemaligen Wiener Börsensälen auf Einladung des Verband der Versicherungsunternehmen Österreichs (VVO) und Institutional Money zu einer Vortragsreihe, die ganz im Zeichen von Solvency II und den damit verbundenen organisatorischen und inhaltlichen Fragen in Bezug auf Asset und Risiko-Management stand. Wie in den Jahren zuvor führte Mag. Rudolf Diewald, Leiter Wirtschaft und Finanzen des VVO, mit gewohnter Verve durch das Programm.

Mag. Rudolf Diewald

Neben Finanzvorständen, Asset-, Risiko- sowie Compliance Managern aus deutschen und österreichischen Versicherern fanden dieses Jahr zum zweiten Mal auch Vertreter der Asset Management-Industrie Einlass, denen daran gelegen war, ein besseres Verständnis für die Branche und ihre spezifischen Anlagebedürfnisse zu entwickeln und ihr Wissen um die Solvency II-Einführung zu vertiefen.

Geplatzter Trilog gefährdet Einführungstermin

In seinem Eröffnungsstatement fasste Mag. Rudolf Diewald das Dilemma um den Zeitplan der Einführung von Solvency II zusammen. So nennt die Rahmenrichtlinie den 1.11.2012 als Starttermin. Dieser hätte auf den 1.1.2014 verschoben werden sollen. Diewald: "Diese Terminverschiebung wurde auch vorgeschlagen, aber nicht beschlossen, denn der Trilog zwischen EU-Kommission, EU-Parlament und dem Europäischen Rat kam in seiner Sitzung am 10.7.2012 zu keinem Ergebnis." Damit platzte das Meeting, das zur Verabschiedung der Omnibus II-Richtlinie hätte führen sollen, was den ganzen ursprünglichen ambitionierten Zeitplan der Einführung in Frage stellt.

Stattdessen gibt es nun ein von EIOPA angeordnetes sogenanntes "Impact Assessment", das am 15.10.2012 startet und gemeinsam mit dem Stresstest stattfindet. Diewald: "Die darin zu erstellenden Szenario-Rechnungen zielen auf Langfristgarantien ab. Es soll verhindert werden, dass Lebensversicherer in die Krise hineinverkaufen müssen." Die Resultate werden von EIOPA im Januar 2013 evaluiert und im März 2013 vorliegen. Sollte in der nächsten Trilog-Sitzung am 18.9.2012 keiner Lösung bezüglich der offenen Omnibus II-Fragen erreicht werden, werden die Trilog-Parteien wohl die Ergebnisse des Impact Assessments abwarten und erst im März 2013 weiter über Omnibus II beraten. Ob Solvency II dann schon 2014 in Kraft treten könne, bleibe höchst ungewiss, so Diewald abschließend.

Lesen Sie die ausführliche Zusammenfassung hier, Fotos zum Event finden Sie hier.

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