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1. INSURANCE DAY

Germany meets Austria in Vienna

Solvency II - 2010

Bereits zum dritten Mal trafen sich Vertreter von Versicherungsgesellschaften aus Deutschland und Österreich in den ehemaligen Wiener Börsensälen auf Einladung des Verband der Versicherungsunternehmen Österreichs (VVO) und Institutional Money zu einer Vortragsreihe, die ganz im Zeichen von Solvency II und den damit verbundenen organisatorischen und inhaltlichen Fragen in Bezug auf Asset und Risiko-Management stand. Wie in den Jahren zuvor führte Mag. Rudolf Diewald, Leiter Wirtschaft und Finanzen des VVO, mit gewohnter Verve durch das Programm.

Zwei Rechtsräume, ein Problem: Dies- und jenseits des Inn kämpft die Versicherungsindustrie mit QIS5 und den Solvency II-Vorschriften, deren Umsetzung der Branche zur Jahreswende 2012/13 ins Haus steht. Grund genug für INSTITUTIONAL MONEY, gemeinsam mit dem Verband der Versicherungsunternehmen Österreichs, vertreten durch Mag. Rudolf Diewald, zu einem Branchengipfel am 09.09.2010 ins Grand Hotel in Wien zu laden. Mehr als 90 Teilnehmer konnten sich mit den Sichtweisen der Vortragenden vertraut machen.

Mag. Oskar Ulreich (FMA), Abteilungsleiter Finanzaufsicht für Versicherungsunternehmen und Pensionskassen sieht in Solvency II einen nötigen Sprung nach vorne, konzediert aber, dass es nicht sicher sei, ob die Kalibrierung des Standardansatzes immer glücklich ist.

Mag. Raimund Korherr (FMA), Prüfer und Analyst, merkte in seinem Vortrag unter anderem an, dass Asset Liability Management vor allem bei Lebensversicherungen sehr wichtig sei, infolge der "Look Through"-Methode bei Fonds sowie bei strukturierten Produkten hindurchzusehen, was entsprechendes Knowhow verlange, das noch nicht in allen Häusern im wünschenswerten Umfang vorhanden sei.

Nach den Vorträgen der Sponsoren dieser Veranstaltung (BlackRock, Threadneedle und J.P.Morgan Asset Management), die Lösungsansätze für das Risikomanagement beziehungsweise Absolute Return-Produkte und Emerging Market Investment Grade Bonds, die in die Risikoarchitektur passen, aufzeigten, referierte Joachim Fröhlich, Executive Director Pension & Asset Advisory bei Faros Consulting, Frankfurt. In seinem sehr fundierten und trotzdem launigen Vortrag bezweifelte er, ob die typischerweise von Asset Managern angebotenen Produkte eine geeigneten Lösungsvorschlag für Versicherungen darstellen können. Im Zentrum seiner Überlegungen standen Ideen, wie man die Eigenkapitalbelastung verschiedener Produkte optimieren könne. Fröhlich merkte an, dass das von den Aufsichten geforderte LDI (Liability Driven Investments) beim derzeitigen Zinsniveau wenig Sinn mache, da man sich auf tiefem Niveau einsperre.

Der Schlussvortrag gehörte Professor Dr. Matthias Müller-Reichart, Studiengangsleiter Insurance and Finance, der nachdrücklich die Branche ermahnte, Solvency II nicht als gottgegeben hinzunehmen, sondern sich aktiv über Lobbying im besten Sinne des Wortes einzubringen: "Noch ist nichts in Stein gegossen, Veränderungen sind möglich!"

Lesen Sie die ausführliche Zusammenfassung hier, Fotos zum Event finden Sie hier.

Wir bedanken uns bei allen Besuchern und Sponsoren!


Vorträge als PDF

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