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Run-off: Diese Übertragungen gab es bis heute

Viele Lebensversicherer planen derzeit, hochverzinste Altverträge an Dritte weiterzureichen. Einige haben den Transfer bereits durchgeführt oder wickeln derartige "Run-offs" intern ab, wie eine Übersicht unserer Redaktion zeigt.

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Münchener Verein LV 2015
Die Riester-Verträge und Fondspolicen des Münchener Verein LV gingen in einem externen Run-off an Mylife über. Dabei handelte sich um einen kleinen Bestand. Der Grund war mutmaßlich strategischer Natur: Die Münchener Verein Lebensversicherung hat ihren restlichen Bestand an Leben- und Rentenpolicen 2015 auf die 100-prozentige Tochter Münchener Verein Projektgesellschaft AG übertragen. Hintergrund hier war ein Wechsel der Rechtsform, wie verschiedene Medien berichteten. Statt als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (VVaG) firmiert die Gesellschaft nun als AG, weil sich das Lebensversicherungsgeschäft unter Solvency II deutlich leichter gestaltet, wenn man von der VVaG zur AG übergeht.
© Münchener Verein LV

Lebensversicherer, Versicherungsnehmer und Verbraucherschützer treibt derzeit ein Thema besonders um: Die Übertragung von – zumeist klassischen und damit hochverzinsten – Lebenspolicen an ein externes Übernehmen, das diese möglichst effizient weiterführen soll. Diesen im Fachjargon "Run-off" genannten Schritt erwägt etwa die Ergo, auch die Axa hat wohl entsprechende Pläne in der Schublade. Die Generali hat einen solchen Schritt vor einigen Wochen ebenfalls angekündigt – allerdings überlegt sie einem Bericht des Manager Magazins zufolge nun, die Bestände über eine intere Gesellschaft abzuwickeln.

Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass Run-offs alles andere als neu sind. Bereits früher machten Versicherer den Schritt und gaben Bestände ab. Einen gravierenden Unterschied zu damals gibt es aber: Die Assekuranz wickelte die alten Policen häufiger innerhalb des eigenen Unternehmens oder zumindest der Gruppe an. Aktuell erwägen die meisten Konzerne, sich unter Zuhilfenahme spezialisierter Gesellschaften wie Viridium, Frankfurter Leben, Mylife oder Athene ihrer Altverträge zu entledigen.

Für einen Überblick über die Run-offs der vergangenen 14 Jahre klicken Sie sich durch die Bilderstrecke. (jb)

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