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Nachhaltigkeits-Boom erfasst Ratingagenturen

Die Nachfrage nach Unternehmensratings unter Berücksichtigung von ESG-Kriterien steigt beständig. Das haben auch die drei großen Anbieter S&P, Moody’s und Fitch erkannt – und setzen auf Übernahmen, um ihr ESG-Know-how zu erhöhen.

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© vege / stock.adobe.com

Das Klima wandelt sich – auch am Investmentmarkt. Diese Entwicklung hat nun auch die Ratingagenturen erreicht. Schließlich sind Unternehmen von Risiken infolge des Kilmawandels mehr oder weniger stark betroffen – etwa wenn Produktionshallen infolge von Waldbränden zerstört werden. Das sollten die Agenturen bei ihren Beurteilungen der Kreditwürdigkeit berücksichtigen.

Die drei großen Anbieter S&P, Moody’s oder Fitch haben das auch erkannt und lassen entsprechende Faktoren immer stärker in diese Bewertungen einfließen. Da sie offenbar über das nötige Spezial-Know-How zu Klimaschutz, Soziales und Unternehmensführung, kurz ESG, hausintern nicht immer in ausreichendem Maße verfügen, gehen sie auf Einkaufstour, wie das "Handelsblatt" schreibt. 

Moody' schlug zweimal zu
So hat Moody’s laut der Wirtschaftszeitung kürzlich das auf die Analyse von Klimarisiken spezialisierte Unternehmen Four Twenty Seven gekauft. Ende 2018 war die Agentur schon bei Vigeo Eiris erfolgreich vorstellig geworden, einem Datenanbieter und führenden Gutachter für grüne Anleihen. Ferner hat S&P ebenfalls erst vor kurzem True Cost übernommen, ein auf die Berechnung von CO2-Fußabdrücken spezialisiertes Analysehaus. Und die Münchner Oekom Research wurde vergangenes Jahr Teil des Stimmrechtsberater ISS.

Wachstumsmarkt: Grüne Anleihen
In der Zukunft sind weitere Übernahmen zu erwarten. "Es gibt viel Bewegung im Markt", zitiert das Handelsblatt Joop Hessels, Leiter des Geschäfts mit grünen Anleihen bei der niederländischen Bank ABN Amro. "Wir werden noch mehr Übernahmen, Fusionen und ähnliche Kooperationen sehen." Der Wettbewerb um Analyseteams, Datenanbieter und Marktanteile dürfte sich weiter verschärfen.

Ein weiterer Grund für die Übernahmen ist der Wandel des Anleihemarktes, bei dem die Ratingagenturen mitverdienen möchten. Sogenannte "grüne und nachhaltige Anleihen" sind zwar noch eine Nische im riesigen Rentensegment, allerdings eine stark wachsende. Das Handelsblatt verweist auf eine Nachricht der Unicredit Bank, der zufolge im ersten Halbjahr 2019 grüne Anleihen mit einem Volumen von 106 Milliarden Dollar neu platziert wurden. Das sei ein neuer Rekord und ein Anstieg um 33 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Unicredit schätzt, dass das Volumen neuer Green Bonds bis Jahresende auf 200 Milliarden anwächst – auch das wäre ein neuer Rekord, von dem die Notenvergeber profitieren möchten. (jb)

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