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Baader Bank schnallt den Gürtel enger

Die Baader Bank muss die Kosten in den Griff bekommen und trennt sich von mehreren Unternehmensbeteiligungen – und einigen Mitarbeitern. Das Institut sieht darin einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur Neuausrichtung.

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© NorGal / stock.adobe.com

Nach einem verlustreichen Jahr 2018 muss sich die Baader Bank neu sortieren. Um wieder die schwarze Null zu erreichen, will sich das Institut von diversen Beteiligungen trennen – und auch bei der Belegschaft kürzen. Das sagte Nico Baader, Vorstandschef der Bank, im Interview mit Bloomberg.

In Sachen Verkauf geht es unter anderem um eine 50-prozentige Beteiligung an der Frankfurter Ophirum ETP GmbH sowie um 30 Prozent der Anteile an der Gulf Baader Capital Markets SAOC, einem Aktienbroker aus dem Oman. Der Verkauf von Gulf Baader Capital Markets sei bereits abgewickelt, bestätigte die Bank am Dienstag in einer Mitteilung. Das Geldhaus aus dem Oman sei Ende März aus der Beteiligungsstruktur der Baader Bank ausgeschieden. Seit 2006 war die Bank an dem Unternehmen beteiligt. "Das Geschäft hat sich nicht wie erwartet entwickelt", sagte Baader. Synergien mit dem lokalen Partner seien nicht in dem Maße eingetreten, wie die Bank sie erwartet hatte.

Zudem sei der Ausstieg aus allen Asset-Management-Beteiligungen beschlossene Sache, ergänzte Vorstand Oliver Riedel laut Bloomberg. Ein erster Schritt sei dabei die komplette Veräußerung der Skalis Asset Management im vierten Quartal 2018 gewesen.

Fokus auf Kerngeschäft
Künftig will sich die Bank, die 2018 einen Verlust vor Steuern von rund 19,4 Millionen Euro einfuhr, auf ihre drei Kerngeschäftsfelder Market Making, Brokerage und Capital Markets konzentrieren. "Diese Bereiche wollen wir weiterentwickeln", bekräftigte Baader. Ganz ohne Stellenstreichungen aber wird es nicht gehen. So plane das Unternehmen dieses Jahr mit rund 15 Prozent weniger Mitarbeitern als Ende 2018. Damals gab es 397 Beschäftigte in der Bank und 442 Mitarbeiter im Konzern.

"Unser Ergebnis 2018 hatte unter einem schlechten Handelsergebnis gelitten. Unter Druck war auch das Provisionsergebnis. Die Vermittlung von Schuldscheindarlehen auf dem Sekundärmarkt ist eingebrochen und dürfte sich dieses Jahr nicht erholen. Wenn weniger gehandelt wird, brauchen wir auch weniger Händler", konkretisiert Baader die Pläne zum Stellenabbau. Im Bereich Aktien-Research, in dem die Baader Bank vor kurzem eine Kooperation mit der französischen Alphavalue einging, seien bereits ein paar Leute entlassen worden. (Bloomberg/fp/ps).

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