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Mercer über die Pensionskassen-Performance des ersten Halbjahres

Mercer hat sich die Performancezahlen der österreichischen Pensionskassen im ersten Halbjahr 2018 angesehen und hat zum Teil deutliche Unterschiede gefunden. Das liegt an den zugrundeliegenden Anlagestrategien. Aber nicht nur...

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Die Anlagestrategen der Pensionskassen sollten im Idealfall so hohe Renditen erzielen, dass ältere Herrschaften ihre Pension in vollen Zügen genießen können.
 
© david_franklin / stock.adobe.com

Österreichs Pensionskassen mussten dem schwierigen Marktumfeld im ersten Halbjahr 2018 Tribut zollen und erlitten im Branchendurchschnitt eine negative Performance von minus 1,14 Prozent per Ende Juni 2018. Wie Mercer Österreich in einer aktuellen Kurzanalyse feststellt, gibt es dabei beträchtliche Performanceunterschiede zwischen den überbetrieblichen Pensionskassen, die ein Minus von 1,24 Prozent aufweisen und den betrieblichen Pensionskassen, die sich mit minus 0,01 Prozent vergleichsweise gut schlugen.

Dieser Unterschied ergibt sich durch die taktische Aufstellung der überbetrieblichen Pensionskassen bei Aktien und Emerging Marktes. „Ja, das negative Halbjahresergebnis ist auf die Gesamtmarktsituation zurückzuführen“, erklärt Josef Papousek, Geschäftsführer von Mercer in Österreich, um anzufügen: „Jedoch erkennt man bei genauerer Betrachtung auch, dass vor allem eine der großen Pensionskassen mit ihren Ergebnissen in den offenen Veranlagungs- und Risikogemeinschaften zwischen -3,19 Prozent in der ausgewogenen und -1,83 Prozent in der konservativen Veranlagungsausrichtung anteilsmäßig am stärksten zu dem negativen Gesamtergebnis beigetragen hat. Es bleibt abzuwarten, wie sich das Ergebnis durch taktische Maßnahmen in den verbleibenden Monaten noch ins Positive korrigieren lässt.“

Überbetriebliche Kassen gingen teilweise mehr ins Risiko
Mercer weist darauf hin, dass ein näher Blick auf die fünf „Veranlagungsklassen“, die überbetriebliche Pensionskassen anbieten, zeige, dass das Ergebnis unabhängig von der Ausrichtung in allen Klassen negativ ist. Die Performance-Bandbreite reicht von -0,11 Prozent in der defensiven Veranlagungsklasse bis zu -3,19 Prozent in der ausgewogenen Veranlagungsklasse. Dies belege, dass die überbetrieblichen Pensionskassen sehr unterschiedlich aufgestellt sind, um auf schwierige Kapitalmarktgegebenheiten zu reagieren. „Speziell die Aufstellung in der Anlagekategorie Aktien wird ausschlaggebend für den Ertrag in den letzten Monaten des Jahres sein“, gibt Michaela Plank, Expertin für Betriebliche Altersvorsorge bei Mercer Österreich, zu bedenken. 

Interessant ist, dass die Performancebandbreite bei der als am riskantesten anzusehenden Veranlagungsausrichtung, der „dynamischen“, lediglich -0,36 zwischen -2,60 Prozent beträgt und sich damit besser als die „ausgewogene Veranlagungsrichtung“ (-0,53 bis -3,19 Prozent) hielt. Offenbar hat eine – von Mercer leider nicht genannte – Pensionskasse bei einer Strategie derzeit ein Performanceproblem und damit dringenden „Handlungsbedarf“ im zweiten Halbjahr.

Welche Pensionskassen in der jeweiligen Risikokategorie am besten performten, zeigt die nachfolgende Tabelle.

Vorsorgekassen hielten sich besser
Mercer hat sich nicht nur die Performance der Pensionskassen näher angesehen, sondern auch jene der „Vorsorgekassen“, die traditionell wesentlich konservativer als Pensionskassen anlegen müssen. Immerhin konnten die betrieblichen Vorsorgekassen im zweiten Quartal 2018 die Performance im Vergleich zu den ersten Monaten des Jahres deutlich verbessern. Das Halbjahresergebnis der Kassen, die die Gelder der „Abfertigung Neu“ verwalten, ist aber nach wie vor negativ: der Gesamtdurchschnitt der Vorsorgekassen liegt Ende Juni 2018 bei -0,53 Prozent. Ende März 2018 waren es noch -1,01 Prozent. 

Die Bandbreite der Rendite der einzelnen Vorsorgekassen nach dem ersten Halbjahr bewegt sich zwischen -0,11 Prozent des aktuellen Performance-Anführers BONUS-Vorsorgekasse (in einer ihrer zwei Veranlagungsgemeinschaften) und -1,53 Prozent. Die Vorsorgekasse fair-finance liegt performancemäßig mit -0,17 Prozent derzeit auf dem zweiten Platz. An dritter Stelle findet sich wiederum die BONUS mit -0,30 Prozent in der anderen Veranlagungsgemeinschaft. 

Die Performance sei zwar negativ, erklärt Mercer, aber die Vorsorgekassen sind gesetzlich verpflichtet, zumindest die einbezahlten Bruttobeiträge zu garantieren. „Wichtig zu beachten ist auch, dass die Vermögensverwaltungskosten nur abgezogen werden dürfen, wenn ein positives Performanceergebnis vorliegt“, merkt Mercer abschließend an. (aa)

 

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