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Europas Banken hängen an deutschen Zinsen

Der Blick auf den Gleichlauf zwischen Bankaktien der Eurozone und Bundrendite unterstreicht, wie sehr die Banken am langfristigen Zins hängen. Dies dürfte zwei Gründe haben, meinen die Experten der DWS Group.

frankfurt banken
© conorcrowe

Bankenanalyst möchte man nicht sein. Große, meist global aufgestellte, komplexe Institute mit vielfältigen Geschäftsbereichen und -modellen zu analysieren, ist fast unmöglich. Dazu kommen immer neue Regularien und junge FinTech-Firmen, die die bereits knappen Margen weiter drücken. Das klingt nicht nach Spaß. Noch weniger Spaß ist es allerdings, wenn man diesen Sektor nicht nur analysieren muss, sondern das Pech hatte, in ihm investiert gewesen zu sein. Mitte August notierte der Sektor an Europas Börsen auf dem tiefsten Stand seit 1989.

Bankensektor in Europa im August 2019 auf 30-Jahres-Tief
Was macht man aber nun, wenn man trotzdem in diesen Sektor investieren möchte, aus antizyklischen Gründen vielleicht? Schließlich lockt neben dem langjährigen Kurstief auch ein Kurs-Buchwert-Verhältnis von nur 0,6 – solange man den ausgewiesenen Buchwert überhaupt für bare Münze nimmt. Nun, eine Möglichkeit, der Komplexität des Sektors zu entkommen, scheint auf den ersten Blick eine frappierende Korrelation zu sein.

Europas Banken hängen an den deutschen Zinsen

Quelle: Refinitif, DWS; Stand: 17. September 2019

Wie der Chart zeigt, läuft die Wertentwicklung des Bankensektors relativ zum Gesamtmarkt beinah parallel zur Rendite 10-jähriger Bundesanleihen. Der Korrelationskoeffizient, auf die wöchentliche Wertentwicklung der vergangenen zehn Jahre bezogen, beträgt erstaunliche 0,91.  

Woher kommt diese hohe Korrelation?
Die Kombination zweier Gründe kann diesen Gleichlauf erklären, so die DWS Experten: Zum einen gelten die langfristigen Zinsen als Indikator dafür, wie Anleger die Wachstumsaussichten einschätzen. Als hochzyklischer Sektor sind Banken damit prädestiniert, von sich aufhellenden Konjunkturaussichten zu profitieren. Zum anderen ist da natürlich die Zinsmarge, an der die europäischen Banken sehr viel mehr hängen, als ihre US-Wettbewerber, bei denen Firmenkredite kaum noch eine Rolle spielen. Da das kurze Ende der Zinskurve, insbesondere der Refinanzierungssatz der Europäischen Zentralbank (EZB), schon länger nahe oder auf der Nulllinie liegt, hängt die Marge wesentlich vom Zinsniveau des langen Endes ab.

Investieren also leicht gemacht?
Leider wieder nur ex-post. Ex-ante müsse man eine klare Meinung zur Entwicklung der 10-jährigen Zinsen haben. Wer ebenfalls glaube, dass die Zinsen noch länger niedrig bleiben, müsse sich dann wohl woanders nach Rendite umschauen. (kb)

 

 

 

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