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Deutsche Bank: Skandinavische ESG-Firmen sind neues Spac-Jagdrevier

Blankoscheck-Unternehmen (Spacs) werden zunehmend ESG-Investments in der nordischen Region als Alternative zu den beliebten Technologie-, Medien- und Telekommunikationswerten ins Visier nehmen. Das ist die Erwartung der Deutschen Bank.

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© Antony McAulay / stock.adobe.com

Jan Olsson, der in Stockholm ansässige Nordic Chief Executive der Frankfurter Bank, sieht im ESG-Sektor der Region “ein ideales Jagdrevier für internationale Spac”, die nach Vermögenswerten “außerhalb der überfüllten TMT-Vertikale” suchen. Zur Erinnerung: Spac ist die Abkürzung für Special Purpose Acquisition Company. Über diese Entwicklung berichtet Bloomberg.

ACQ sorgte für Premiere
Die nordische Region bekam Anfang März mit ACQ - gegründet von der schwedischen Investmentfirma Bure Equity AB - ihre erstes Spac. Bure hat etwas mehr als 400 Millionen Dollar (331 Millionen Euro) an Investorengeldern eingesammelt und will seine Blankoscheck-Gesellschaft mit einem Vermögenswert füllen, der bis zu doppelt so viel wert ist. Creades, eine weitere schwedische Investmentgesellschaft, hat bereits angekündigt, dass sie die Gründung eines eigenen SPAC in Erwägung zieht.

Adam Kostyal, Leiter der europäischen Börsennotierungen bei Nasdaq,, sagte gegenüber Bloomberg, dass das nächste nordische Spac bis Mitte Mai angekündigt werden soll. Wie das erste werde es in Stockholm angesiedelt sein. Im Gegensatz zum Spac von Bure werde es “internationaler” sein, was Kostyal zufolge mehr Investoren von außerhalb der Region anziehen könnte.

"...einzigartige Mischung"
Die Deutsche Bank geht davon aus, dass die nordische Region sich zu einem “idealen” Ort für Spacs in Europa entwicklen wird, “aufgrund einer einzigartigen Mischung aus Technologie-, Gesundheits- und ESG-fokussierten Unternehmen”, so Olsson. Die Region sei bereits zu einem ESG-Zentrum mit vielen interessanten Startups und Spinoffs der großen Energiekonzerne geworden, sagte er.

ABG Sundal Collier arbeite auch an mehreren Spac-Listings in der nordischen Region, sagte CEO Jonas Strom gegenüber Bloomberg. Er geht allerdings nicht davon aus, dass die Konstruktion in der Region so populär werden wird wie in den USA, weil die regulatorischen Anreize nicht so stark seien.

SEB, der alleinige Berater für das Bure-Spac, sieht es noch nicht als erwiesen an, dass Blankoscheck-Unternehmen langfristig in den Nordics Fuß fassen werden.

“Ich weiß, dass die Leute sich das ansehen”, sagte SEB-CEO Johan Torgeby gegenüber Bloomberg. “Aber mittel- bis langfristig bin ich mir über die Langlebigkeit dieser Produkte nicht sicher. Das wird erst die Zukunft zeigen.” Die SEB werde “definitiv einen sehr vorsichtigen Ansatz verfolgen”, da Spacs in der Region noch “ziemlich unerprobt” seien, so Torgeby.

Olsson von der Deutschen Bank stellt jedoch fest, dass die Nachfrage nach nordischen Spacs bereits wächst. “Die nordische Region hat nicht nur die Voraussetzungen, um Spacss aufzulegen, sondern wir sehen jetzt auch, dass einige SPACs mit Sitz in den USA nordische Assets für mögliche Fusionen ins Visier nehmen.” (aa)

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