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IFRS 17-Umsetzung erfordert enormen Arbeitsaufwand für Versicherer

Die IFRS 17-Umsetzung erfordert also weiterhin einen enormen Arbeitsaufwand für die Assekuranz. Eine WTW-Umfrage hat gezeigt, dass die Implementierung aufwendiger und teurer als geplant ausfällt.

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© stanciuc / stock.adobe.com

Nur 40 Prozent der 26 multinationalen Gruppen erwarten, dass sie das neue Regelwerk IFRS 17 detailliert und fristgerecht bis Januar 2023 implementieren können. Von den übrigen befragten 244 Versicherern gehen sogar 80 Prozent davon aus, dass die rechtzeitige Einführung nur durch signifikante Vereinfachungen oder ohne tiefes Verständnis der Zahlen möglich ist. Gleichzeitig steigen die geschätzten weltweiten Gesamtkosten in den Unternehmen weiter auf 18 bis 24 Milliarden US-Dollar (2021: 15 bis 20 Milliarden US-Dollar). Das ergab die zum dritten Mal durchgeführte IFRS 17-Umfrage von WTW, für die 270 Versicherer aus 45 Ländern befragt wurden.

IFRS 17 ersetzt IFRS 4 ab 2023
IFRS 17 regelt die Bilanzierung von Versicherungsverträgen, also ihre Erfassung, Bewertung und den Ausweis im Geschäftsbericht mit dem Anspruch, das Berichtswesen durch einen erstmals global einheitlichen Standard zu verbessern und größere Transparenz zu schaffen. Das Regelwerk ersetzt den bisherigen Standard IFRS 4 und soll zum 1. Januar 2023 inkrafttreten.

Zurückhaltung bei Veröffentlichung
„Seit der letzten IFRS-17-Umfrage 2021 konnten Versicherer wesentliche Fortschritte in den Programmen erzielen“, sagt Stefanie Schriek, Leiterin der deutschen Versicherungsberatung von WTW. Und weiter: „Viele äußern jedoch auch Bedenken: Um die fristgerechte Implementierung bis 2023 zu schaffen, müssen sie pragmatisch vorgehen.“ Simon Kazmierowski, Director P&C bei WTW, dazu: „Aufwand und Kosten für die Implementierung von IFRS 17 sind laut unserer Umfrage weit höher als urprünglich angenommen, und die Probleme werden auf der Zielgeraden nicht weniger.“ So planen nur 14 von 26 befragten Multinationals, Investoren im aktuellen Jahr nach IFRS 17 zu informieren. Bei den übrigen Unternehmen beabsichtigt dies nur eine kleine Minderheit. Kazmierowski weiter: „Dieses Ergebnis zeigt, wie groß die Herausforderung für die Gesellschaften ist. Wir können davon ausgehen, dass die Arbeiten nach dem Starttermin im Januar 2023 noch lange nicht beendet sind.“

Erheblicher Personalbedarf
Die größten Sorgenfalten bereiten den Versicherern weiterhin die Themen um Daten, Systeme und Prozesse – noch vor den seit Jahren bestehenden Schwierigkeiten, qualifiziertes Personal für die Implementierung und die Inbetriebnahme zu finden. In den nächsten zwei bis drei Jahren werden mehr als 10.000 Personen mit der Umsetzung von IFRS 17 beschäftigt sein. Kazmierowski: „Die kommenden sechs bis zwölf  Monate werden von entscheidender Bedeutung sein, um in den Umsetzungprojekten die richtigen Weichen zu stellen.“ (kb)

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