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Bafin will gegen Greenwashing vorgehen

Nachhaltige Fonds sind bei Anlegern gefragt – und einige Anbieter preisen ihre Produkte vollmundig an. Die Finanzaufsicht Bafin hat nun klargestellt, dass sie Greenwashing nicht hinnnehmen wird.

Thorsten Pötzsch, Bafin
Thorsten Pötzsch, Bafin
© Christoph Hemmerich / Institutional Money

Die Finanzaufsicht Bafin wird Anbieter von nachhaltigen Investmentfonds verstärkt unter die Lupe nehmen und gegen irreführende Vermarktung von ESG-Fonds vorgehen. "Wir werden Greenwashing nicht tolerieren", sagte Thorsten Pötzsch, Chef der Wertpapieraufsicht der Bafin, am Mittwoch bei einer Branchenkonferenz in Frankfurt, wie das "Handelsblatt" berichtet.

Die Bafin beobachte ein erhöhtes Interesse seitens der Anleger an Fonds, die ESG-Kriterien (Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) stärker berücksichtigen. "Nicht jeder ESG-Fonds ist sicher und bringt Rendite", mahnte Pötzsch laut der Wirtschaftszeitung. Nur weil eine Anlage besonders förderungswürdig sei, sei sie nicht auch eine sichere Anlage. Allerdings seien Verbraucher bei solchen Finanzanlagen auch selbst skeptisch, ob diese ihr Versprechen der Nachhaltigkeit tatsächlich einhielten.

ESG-Richtlinie der Bafin liegt auf Eis
Die Aufsichtsbehörde beschäftigt sich schon länger mit Regeln für Fonds, die mit Nachhaltigkeit und ESG-Kriterien werben. Eine im vergangenen Jahr angekündigte Richtlinie für nachhaltige Investmentfonds hatte die Finanzaufsicht allerdings Anfang Mai vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs und der energiepolitischen Lage zurückgestellt. "Für eine dauerhafte Regulierung ist das derzeitige Umfeld nicht ausreichend stabil", sagte Behördenchef Mark Branson damals bei der Bafin-Jahreskonferenz.

Aber nicht nur die Bafin, auch andere Behörden und sogar Strafverfolgungsbehörden schauen bei Produktanbietern von nachhaltigen Fonds genauer hin. Das bekommt unter anderem die DWS zu spüren: Gegen die Deutsche-Bank-Tochter laufen derzeit Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Frankfurt, der US-Börsenaufsicht und des FBI wegen des Verdachts auf Greenwashing. Ende Mai hatte die Bafin zusammen mit der Staatsanwaltschaft und dem Bundeskriminalamt die DWS-Firmenzentrale durchsucht. Der bisherige Chef Asoka Wöhrmann trat daraufhin zurück.  (jb)

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