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smart-invest: Notenbanken entkoppelten Börsenkurse von Realwirtschaft

Analysten von smart-invest haben einen Rezessionsindikator entwickelt, der das Trendfolgekonzept des Hauses ergänzt.

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Arne Sand, Geschäftsführer der smart-invest Asset Management GmbH
Axel Gaube

Das Fazit der vergangenen dreizehn Jahre ist, dass sich die Strategie des smart-invest HELIOS AR bewährt hat. Mit einer Performance von rund sechs Prozent pro Jahr nach Steuern und Gebühren sowie einem maximalen Drowdown von 18,3 Prozent hat der Fonds deutlich besser abgeschnitten als der Weltaktienindex MSCI World. Dieser kam in der gleichen Zeit nur auf gut fünf Prozent jährliche Performance, aber einen maxi-malen Rückschlag vom Dreifachen, nämlich 55 Prozent. Das langfristige Ziel des HELIOS AR einer ansprechenden Rendite bei überschaubarem Risiko wurde voll und ganz erfüllt, freut man sich bei smart-invest.

Das ist insbesondere unter Berücksichtigung der seit 2009 gestiegenen Volatilität an den Märkten eine beachtliche Leistung. Hintergrund ist, dass die in der Historie einmaligen Aktivitäten der großen Notenbanken in den USA, Europa und Japan neue Rahmenbedingungen geschaffen haben. In den entwickelten Volkswirtschaften ist der Zins mittlerweile so gut wie abgeschafft. Staaten und Unternehmen können sich fast zum Nulltarif verschulden. Anlageentscheidungen zahlreicher Investoren werden dadurch extrem verzerrt.

Trendfolge-Strategien haben es bei dieser Notenbank-Interventionspolitik schwer

Wir sehen die extremen Schwankungen der großen Aktienindizes seit dem Ende der Finanzkrise 2009 als eine Folge dieser Entwicklung. Der DAX beispielsweise hat 2011, 2015 und 2016 jeweils in kurzer Zeit mehr als 2.000 Punkte verloren, ohne dass eine Rezession der deutschen Wirtschaft absehbar gewesen wäre. Da keine langanhaltende Krise bevorstand, haben sich die Indizes in der Regel schnell wieder erholt. Das Problem: Auf Risikominderung ausgerichtete Konzepte wie Trendfolge-Strategien hatten hier das Nachsehen. Denn wenn die Aktienkurse in einem Aufwärtstrend plötzlich einbrechen, um dann nach recht kurzer Zeit wieder zu steigen, können Trendfolger solch kurzfristigen Trendwechseln nur mit Verzögerung folgen.

Sind Investoren den Notenbanken hilflos ausgeliefert?

Müssen wir die erratischen Schwankungen einfach ertragen? Nein, meinen die smart-invest-Experten. Analysten von smart-invest Asset Management glauben, mit einem selbst entwickelten Rezessionsindikator ein wirksames Mittel gegen die Auswirkungen der „Wackelbörsen“ gefunden zu haben.

Wie kann dieser Indikator bei der Trendfolgestrategie helfen?

Arne Sand erläutert: "Sofern die Rezessionsgefahr ansteigt und zugleich das Trendfolgemodell einen Abwärtstrend signalisiert, reagiert das Portfolio des smart-invest HELIOS AR wie gewohnt und reduziert die Investitionen. Bleibt der Rezessionsindikator aber im grünen Bereich - das signalisiert eine geringe Rezessionsgefahr - dann bleiben wir seit diesem Jahr zum Teil investiert. Denn in diesen Fällen ist es sehr wahrscheinlich, dass sich die Aktienmärkte nach Kurseinbrüchen schnell wieder erholen."

Bei Brexit schon bewährt

Diese Vorgehensweise sollte nach den Berechnungen von smart-invest AM unterm Strich zu einer besseren Entwicklung in Marktphasen führen, in denen keine Rezession droht, die Kursentwicklung aber nicht eindeutig ist. Mit Hilfe diverser, möglichst vorauslaufender makroöko-nomischer Datenreihen lässt sich schon frühzeitig die Gefahr einer rezessiven Entwicklung erkennen. "Nach den jüngsten Kursturbulenzen infolge des Brexit-Votums in Großbritannien hat sich diese substanzielle Weiterentwicklung unserer bewährten Trendfolgestrategie bereits gelohnt", kann Sand berichten. Dabei sei aber wichtig zu betonen, dass es sich weiterhin um eine datenbasierte, systematische Vorgehensweise handle, so der smart-invest Geschäftsführer abschließend. (kb)

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