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Stehen Risky Assets 2016 vor einem Comeback?

Riskante Assets könnten 2016 ein Comeback erleben, meint Chris Iggo, CIO Fixed Income bei AXA Investment Managers, und erläutert seine Beweggründe für diese Ansicht.

"Viel hängt davon ab, wie sich die US-Wirtschaft im ersten Quartal entwickelt. Ein Anstieg der Industrieproduktion zusätzlich zur anhaltenden Stärke des Arbeitsmarktes und des Konsums könnte Investoren zurück in Anleihen mit Kreditrisiko locken“, resümiert Chris Iggo (Bild links), CIO Fixed Income bei AXA Investment Managers (AXA IM). 
 
2016 wird ein herausforderndes Jahr für Anleihe-Investoren – davon ist Chris Iggo überzeugt: „Der Zustand des Marktes macht es schwierig, eine eindeutige Top-Down-Meinung zu entwickeln, denn eine Schlüsselcharakteristik der meisten Sektoren ist derzeit die breite Streuung bei den Renditen.“ So würden Titel mit guter Qualität und niedrigem Kreditrisiko zu unattraktiv niedrigen Renditen gehandelt, während Papiere mit höheren Renditen auch höhere Ausfall- und Liquiditätsrisiken mit sich brächten.
 
Starke Spread-Ausweitungen bei US-High Yield schaffen Chancen
 
„Im Zentrum der jüngsten Krise des Marktes für risikobehaftete Anleihen stand der US-High-Yield-Sektor“, so Iggo weiter. „Aber hier gibt es zumindest überzeugende Argumente, was die Bewertung angeht. Zwar könnte der Markt unter Druck bleiben, solange ein weiteres Abrutschen der Rohstoffpreise droht. Aber die Spreads haben sich inzwischen stärker ausgeweitet, als wir angesichts der erwarteten Ausfallraten für nötig halten.“
 
No risk, no return
 
Angesichts der zunehmenden Unübersichtlichkeit der Anleihemärkte sei es für Investoren heute wichtiger denn je, höhere Risiken einzugehen, wenn sie auf hohe Renditen abzielten, so der Experte. „Sofern die makroökonomische Situation sich nicht verbessert, wird die Volatilität auf den Kreditmärkten hoch bleiben. Dies dürfte sich erst ändern, wenn die Rohstoffpreise sich deutlich erholen und die chinesische Wirtschaft stark wächst.“ Zugleich seien Staatsanleihen weiterhin teuer. Wo nun eine restriktivere Geldpolitik Einzug halte – wie etwa in den USA – könne dies angesichts negativer Durationseffekte zu kurzfristigen Kapitalverlusten führen.
 
Investment Grade nicht sonderlich attraktiv
 
Auch Investmentgrade-Unternehmensanleihen seien nach wie vor nicht sonderlich attraktiv bewertet, obwohl sich die Spreads allgemein ausgeweitet hätten, so Iggo. Viel hänge davon ab, wie sich die US-Wirtschaft im ersten Quartal entwicklen werde. Eine steigende Industrieproduktion plus starkem Konsum und Arbeitsmarkt könnte den Investoren wieder Appetit auf Kreditrsiko bei Anleihen verschaffen. Wichtig sei nun, die Entwicklung der Löhne und der Unternehmensgewinne zu beobachten. „Bisher sind die Lohnkosten offenbar nicht so stark gestiegen, dass sie die Gewinnmargen beeinträchtigen. Und solange dies so bleibt, kann die Wirtschaft wachsen“, erklärt der Stratege. „Deshalb könnten riskante Assets im Jahr 2016 einen Sprung machen. Aus diesem Grund behalten wir unser Engagement in US-High-Yield-Anleihen bei.“ (kb)
 
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