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Nikko: Japans Unternehmensgewinne sprudeln, Dividenden müssen folgen

Japans Unternehmensgewinne sprudelten im abgelaufenen Quartal, die Vorsteuergewinnmarge erreichte gar ein Rekordhoch. Vor diesem Hintergrund plädiert der Chief Global Strategist bei Nikko Asset Management für höhere Ausschüttungen.

John Vail
John Vail, Nikko Asset Management
© Nikko AM

Angesichts höherer Gewinne japanischer Unternehmen fordert John Vail, Chief Global Strategist bei Nikko Asset Management, höhere Ausschüttungen an die Aktionäre.  Sowohl der Dienstleistungssektor (ohne Finanzen), als auch das verarbeitende Gewerbe, trugen zu den guten Gewinnen bei, letzteres mit einem weiteren Rekordhoch. "Und das alles trotz schwacher Konjunktur – ein Beleg dafür, dass sich die Gewinnspannen trotz des schleppenden Wirtschaftswachstums im Aufwärtstrend befinden. Die Gründe sind eine stärkere Preissetzungsmacht, verbesserte technologischen Kompetenz und Effizienz sowie das gute globale Wachstum", merkt Vail an.

Höhere Margen
Da die Körperschaftsteuer vor einigen Jahren gesenkt worden war, hat sich die wiederkehrende Nettomarge (die nicht veröffentlicht wird) noch stärker erhöht als die Gewinne vor Steuern. Die Aktionäre konnten daher von höheren Dividenden und Aktienrückkäufen profitieren. Dank letzterer wächst der Gewinn pro Aktie noch schneller als der Nettogewinn. Daher sind die Dividenden stark gestiegen – sie haben sich seit 2013 im Tokyo Stock Exchange Index mehr als verdoppelt.

Noch höhere Dividenden gefordert
Eine Aktien-/Dividendenkultur wäre Vail zufolge wichtig für die Zukunft Japans. Seitdem die Blase in den 1980er Jahren geplatzt ist, hat sich das Image von Aktieninvestitionen verbessert. "Eine strukturell höhere Ausschüttungsquote wäre für die meisten inländischen Kleinanleger ein besserer Grund für heimische Aktien als Aktienrückkäufe, insbesondere angesichts der niedrigen oder negativen Zinsen. Den großen Fortschritten bei den Dividenden in den letzten Jahren müssen daher weitere Schritte folgen", fordert Vail.

 

Vail zufolge ziehen noch immer viele Unternehmen Rückkäufe den Dividenden vor, und zwar aus genau dem falschen Grund: Dividenden sind beständig und lassen sich nur schwer kürzen, während sich Rückkäufe ohne große Umstände komplett zurückfahren lassen. Dieses Argument suggeriert derzeitigen und potenziellen Aktionären jedoch, dass diese Unternehmen wenig Vertrauen in ihre Zukunft haben.

Um die Aktienkurse wirksam zu stützen, sollte laut Vail kommuniziert werden, dass die Dividenden auch in einer Rezession auf hohem Niveau gehalten werden, solange das Unternehmen nicht ernsthaft bedroht ist. Dies dürfte den Nikkei in unruhigen Zeiten vor zu starken Kursverlusten schützen und langfristig die Volatilität verringern.

"Auf diese Weise würde sich eine inländische Aktienkultur herauskristallisieren, die Japan seit langem anstrebt. Und auch ausländische Anleger würden sich japanischen Aktien wieder verstärkt zuwenden", erklärt Vail abschließend. (aa)

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