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Morgan Stanley: Höhere Negativzinsen lassen Banken zusätzlich zur Ader

Niedrige respektive negative Zinsen schmerzen Euroland-Bank sehr, schreibt Morgan Stanley.

Institutionelle Investoren sollten allfälliges Exposure in europäischen Banken, insbesondere Aktien, aber auch Nachränge, zur Disposition stellen. Die Gewinne der Geldhäuser kommen stärker unter Druck. Laut einer Studie von Morgan Stanley werde ein höherer negativer Zins für Bankeinlagen bei der EZB die Gewinne europäischer Finanzinstitute weiter reduzieren.
 
Morgan Stanley hat den Effekt in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie auf fünf bis zehn Prozent geschätzt, wie Reuters berichtet. Die Analysten gehen bei ihren Schätzungen von einer Reduktion des Einlagensatzes von derzeit minus 0,3 Prozent auf minus 0,5 aus. Das führe zu einer Reduktion der Gewinne bei Euroland-Banken kommendes Jahr von durchschnittlich etwa zehn Prozent. Gutkapitalisierte Adressen, vor allem aus Deutschland, kämen besonders zum Handkuß, da diese besonders viel Geld bei der EZB geparkt hätten.
 
Aber nicht nur der Negativzins schmerzt: Aufgrund einer relativ flachen Zinskurve verdienen Banken immer weniger im Rahmen der "Fristenkongruenz", was viele Beobachter zweifeln lässt, ob manche Geldhäuser die kommenden Jahren mangels Profite überleben werden. (aa)
 
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