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Hedgefonds wegen ESG gespalten vor dem Klimagipfel COP26

Während an diesem Wochenende in Glasgow die UN-Klimakonferenz 2021 (COP26) beginnt, sind Hedgefonds-Manager laut einer neuen Umfrage weiterhin geteilter Meinung über die Einbeziehung von ESG-Faktoren und Nachhaltigkeitskennzahlen in ihre Anlageprozesse.

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© leowolfert / Fotolia

Im Laufe der Jahre 2020 und 2021 befragte HFR die Hedge-Fonds-Manager in ihrer Datenbank über die Einbeziehung von ESG in ihre Anlageprozesse. Etwas mehr als die Hälfte - 53 Prozent - der von Hedge Fund Research befragten Fondsmanager gaben an, dass sie ESG-Faktoren oder -Risiken in ihren Anlageprozess einbeziehen (insgesamt 687 Manager), während 47 Prozent (609 Fondsmanager) angaben, dies nicht zu tun, berichtet "Hedgeweek".

Im Vorfeld des COP26-Gipfels in Schottland, der als entscheidender Moment im Kampf gegen den Klimawandel auftritt, ergab die HFR-Umfrage, dass drei Viertel der Fonds mit ihren Portfoliounternehmen über ESG-Themen sprechen, während 25 Prozent dies nicht tun.  Gleichzeitig gaben 77 Prozent der befragten Fonds an, dass sie den Klimawandel in ihren Investitionsprozessen berücksichtigen, während 23 Prozent dies nicht taten.

Mehrere Umfragen, divergente Ergebnisse
Da Impact Investing und Nachhaltigkeitsthemen in den letzten zehn Jahren immer stärker in den Fokus gerückt sind, haben ESG-Investitionsfaktoren in der globalen Asset Management- Branche an Bedeutung gewonnen, wobei die Allokatoren immer stärker darauf achten, wie ihre Portfolios und Investitionen den klimatischen Herausforderungen gerecht werden. Eine breit angelegte Studie der Deutschen Bank aus dem vergangenen Jahr ergab, dass ESG-Faktoren inzwischen die Anlageentscheidungen von rund zwei Dritteln der Hedgefonds-Anleger beeinflussen.

Eine Reihe hochkarätiger Hedge-Fonds-Firmen - darunter Sir Chris Hohns TCI Fund, Caxton Associates und Man Group - haben sich als lautstarke ESG-Befürworter hervorgetan. In diesem Sommer hat der aktivistische US-Hedgefonds Engine No. 1 drei Mitglieder des Vorstands von ExxonMobil dafür gewonnen, Reformen für saubere Energie bei dem US-Ölriesen anzustoßen.

In einer separaten Umfrage, die Anfang des Monats von EisnerAmper durchgeführt wurde, gaben jedoch nur 17 Prozent der Hedgefonds-Führungskräfte an, dass ihre Firma ein ESG-Portfolio habe. Als größte Hindernisse für die Integration von ESG in ihre Fonds nannten sie einen Mangel an standardisierten Berichten und Datensätzen (48 Prozent), die Beschaffung von qualitativ hochwertigen Anlagemöglichkeiten (20 Prozent) und die Verdrängung der Vorstellung, ESG Investments hätten schlechtere Renditen (17 Prozent). (kb)

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