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Eyb & Wallwitz: Deutsche Konjunktur erreicht Gipfel

Der Markit-Einkaufsmanagerindex ist auf seinem Allzeithoch. Eyb & Wallwitz-Chefvolkswirt Johannes Mayr sieht nur noch wenig Luft nach oben, aber auch wenig Grund zur Sorge.

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© Andreas P / stock.adobe.com

Der deutsche Dienstleistungssektor hat sich von der Corona-Pandemie erholt, wie der aktuelle Einkaufsmanagerindex von Markit zeigt: Der Indikator ist im Juli um 4,7 auf 62,2 Punkte geklettert und erreichte damit sein höchstes Niveau seit dem Jahr 1997. "Die Aufhebung von Covid-Beschränkungen bringt den Dienstleistern Kunden zurück und stützt die Umsätze in den Sommermonaten", schreibt Johannes Mayr, Chefvolkswirt beim Vermögensverwalter Eyb & Wallwitz, dazu in einem aktuellen Marktkommentar.

Der Index für Industrieunternehmen liegt derzeit bei genau 63 Punkten, also knapp über dem der Dienstleistungsunternehmen, schwächte sich im Vergleich zum Vormonat aber um 2,2 Punkte ab. "Die Industrie kämpft weiterhin mit Angebotsengpässen und deutlich gestiegenen Preisen von Vorleistungsgütern", erklärt Mayr die Entwicklung. Insgesamt habe die Stimmung der deutschen Unternehmen dennoch ein Allzeithoch und damit "wohl auch den Gipfel in der aktuellen Erholungsbewegung" erreicht. Für die Konjunktur rechnet der Finanzprofi im dritten Quartal des laufenden Jahres dennoch mit einem ähnlichen Tempo wie im zweiten Quartal – und somit mit einem Plus beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) von zwei Prozent.

Kein Grund zur Sorge
Größtes Risiko für die deutsche Wirtschaft ist aus Mayrs Sicht ein erneuter Lockdown. Allerdings sei das kein Grund zur Sorge. Denn immerhin dürften die Angebots- und Produktionsengpässe in der Industrie bald wieder zurückgehen, erwartet er. Ein weiterer Lichtblick sind die niedrig bleibenden Zinsen durch den jüngsten Beschluss der Europäischen Zentralbank (EZB): Sie halten die Finanzierungsbedingungen für Unternehmen auch in Zukunft günstig. (fp)

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