Institutional Money, Ausgabe 3/2026

Foto: © Christoph Hemmerich PORTRÄT Beate Petry 68 3/2026 | institutional-money.com Tochter, die inzwischen 18 Jahre alt ist. „Unsere 16-Jährige macht jetzt auch gerade ihre Ausbildung zur Skilehrerin“, erzählt Petry. Mit ihrem Mann zusammen organi- siert sie regelmäßig Familienfreizeiten für einen lokalen Ski- und Snowboardclub. „Fußball ist auch ein Familienhobby von uns“, sagt Petry, als es im wahrsten Sinne des Wortes über Stock und Stein hinauf zur Wachtenburg geht. „Fußball spielen kann ich zwar nicht“, zwinkert sie. Aber die Fami- lie hat Dauerkarten für den Betzenberg, das Fritz-Walter-Stadion, die Wettkampfstätte des 1. FC Kaiserslautern. „Schon als ich 16 war, hatte ich eine Dauerkarte“, berichtet Petry. „Oh, hallo, na, schon mitten in den Vorbereitungen für heute Abend?“, ruft sie angekommen auf der Wachtenburg. Auf dem Gelände rund um die Burg, einer romantischen Ruine mit Turm, die sichmit ihrenGemäuern auf einemBergsporn ober- halb von Wachenheim erstreckt und als Wahrzeichen der Stadt gilt, sind Tische und Stühle aufgebaut. Stände mit pfälzischen Spezialitäten wie Saumagen oder Fleesch- knepp – Fleischklöße – gibt es hier. Überall sind Fackeln und Kerzen positioniert. „Wir haben heute schon früh angefangen“, sagt Rosemarie, die hinter dem Weinstand steht. Der „Funzelabend“, der Abend des letzten Weinfesttages, der komplett ohne künstliches Licht auskommt, will schließlich gut vorbereitet sein. „Wollt ihr etwas trin- ken?“, fragt Rosemarie. Hm, eigentlich ist es noch ein bisschen früh, aber gut, eine kleine Weißherbst-Schorle darf es schon sein. „Setzt euch doch hin, ich bringe euch das gleich“, sagt die Frau, deren Dialekt eindeutig ihre pfälzische Herkunft verrät. Kennt Beate Petry sie schon länger? Siewirkt so vertraut mit ihr. Da ist es wieder, dieses warme Lächeln. „Nein, überhaupt nicht, aber hier in der Pfalz sind die Menschen so offenundherzlich, jeder istmit jedemgleich per du, ich liebe das sehr“, sagt die Finanz- frau. „Pälzisch babbeln“, also „pfälzisch reden“, hat sie in fast 44 Jahren in diesem Landstrich allerdings nicht richtig gelernt. Beate Petry ist nämlich kein Kind der Pfalz. Im September 1976 kommt sie in Berlin- Neukölln zur Welt, wohnt in Kreuzberg. Aus familiären Gründen ziehen Mutter und Tochter 1982 in die Pfalz nach Boben- heim-Roxheim. Und so findet Beate Petry hier eine neue Heimat. BEATE PETRY PRIVAT FAMILIE: Petry lebt mit ihremEhemann und zwei Töchtern im rheinland- pfälzischen Bobenheim-Roxheim. Auch ihr Mann ist bei der BASF tätig. HOBBYS: Die Vorstandsvorsitzende der BASF Pensionskasse ist nicht nur leidenschaftliche Skifahrerin, sie hat auch eine Ausbildung zur Skilehrerin im Freizeitbereich absolviert. Gemeinsam mit ihrem Mann organisiert sie Skifreizeiten für Familien. Auch ihre ältere Tochter ist Skilehrerin, die jüngere durchläuft gerade die Ausbildung. Zudem leitet Beate Petry eine Frauenfitnessgruppe und schaut mit ihrer Familie gern Fußball auf dem Betzenberg, der Heimat des 1. FC Kaiserslautern. LEKTÜRE: Beate Petry ist eine echte „Leseratte“. Zuletzt hat sie das Buch der Jetpilotin Nicola Winter mit dem Titel „The Sky is No Limit“ begeistert. Darin beschreibt die Autorin, wie es gelingen kann, für Krisensituationen bewährte Strategien zur Hand zu haben, um diese zu meistern. UND: Petry war zu ihrer Schulzeit bei den Pfadfindern. Heute hat Beate Petry verschiedene Ehrenämter inne. Unter anderem engagiert sie sich in der katholischen Kirche und leitet Sonntagvormittag die öffentliche Bücherei der katholischen Kirche in Bobenheim-Roxheim. Und bei der Kerwe, also den Festen in der Pfalz, stellt sie sich für ihre Vereine auch schon mal an einen Essensstand, frittiert Pommes oder gibt Bratwurst und Getränke aus. Beate Petry liebt die Pfalz.

RkJQdWJsaXNoZXIy ODI5NTI=