Institutional Money, Ausgabe 3/2026
Foto: © Christoph Hemmerich PORTRÄT Beate Petry 66 3/2026 | institutional-money.com WER SICH VON Frankfurt am Main aus über die Autobahn A6 der rheinland- pfälzischen Stadt Ludwigshafen nähert, bemerkt es sofort: Hier ist der Chemie- konzern BASF omnipräsent. „BASF Tor 15“: So ist die erste Ausfahrt, die auftaucht, beschildert. „BASF Tor 12“ steht auf dem nächsten Schild. Der Treffpunkt für den Ausflug in die Pfalz soll an diesem wolki- gen August-Montag das Tor 2 sein. So geht es runter von der Autobahn, noch ein kur- zes Stück über die Bundesstraße 9 und auf den Besucherparkplatz. Das Tor 2 ist gleich gegenüber. Um 14 Uhr soll der Pfalz-Trip starten, doch sie kommt schon etwas früher. Weinroter Hosenan- zug, weiße Bluse, weiße Sneakers und den Kopf voller dunkelblonder Locken: Mit fes- ten Schritten eilt sie heran, streckt die Hand zur Begrüßung aus. „Hallo, Beate Petry, wie schön, dass Sie da sind“, sagt die Chefin der BASF Pensionskasse. Und zum ersten Mal an diesemTag gleitet das freundliche, zuge- wandte Lächeln über ihr Gesicht, das den trüben Tag gleich etwas heller werden lässt. „Ich dachte, wir könntennachWachenheim fahren und eine kleine Wanderung auf die Wachtenburg unternehmen“, schlägt Petry vor. „Da findet heute auch der letzte Tag des Weinfestes statt“, berichtet sie. Sehr gern.Mit dem Auto geht es in die rund 30 Minuten entfernte Kleinstadt an der Weinstraße im Landkreis Bad Dürkheim. Beate Petry liebt die Pfalz. Seit sie sechs Jahre alt ist, lebt sie hier, heute wieder in Bobenheim-Roxheim, dem Ort ist sie von Kindesbeinen an verbunden. Im Septem- ber wird sie ihren 50. Geburtstag feiern. Und wenn ihre tatkräftige, frische Art nicht vollkommen dagegenspräche, wäre sie tatsächlich fast ein „Urgestein der BASF“ zu nennen. Vor 30 Jahren hat sie bei der BASF ihr dua- les Studiumder Betriebswirtschaftslehre in Kooperation mit der Fachhochschule Lud- wigshafen begonnen, in den Semesterferien Praxisphasen bei BASF absolviert. Parallel lief die Ausbildung zur Industriekauffrau im Unternehmen. 2001 steigt sie beruflich in den Chemiekonzern ein, durchläuft verschiedene Stationen von der HR-Kom- munikation bis hin zu Führungspositionen im Personalbereich. Seit Januar 2025 ist sie Vorstandsvorsitzende der BASF Pen- sionskasse. ImMai desselben Jahres hat sie außerdem den Vorsitz der Arbeitsgemein- schaft für betriebliche Altersversorgung (aba) übernommen. „Der Weg auf die Burg ist ein bisschen steil, aber wir sind ja sportlich“, lacht die Pen- sionskassen-Chefin, als sie in Wachenheim aus dem Auto steigt. Sportlich – das gilt zumindest für sie selbst. Nicht nur dass sie leidenschaftlich gern Ski fährt, sie hat auch eine Ausbildung zur Skilehrerin absolviert – genau wie ihr Ehemann und ihre ältere » Ich bin ein absoluter Teamplayer. Ich hasse Ellenbogen. Für mich zählt, dass man gemeinsam etwas erreicht. « Beate Petry, Vorstandsvorsitzende der BASF Pensionskasse 30 JAHRE BASF: EIN STRINGENTER WERDEGANG Beate Petry ist imSeptember 1976 in Berlin-Neukölln geboren. Als sie sechs Jahre alt ist, zieht ihre Mutter mit ihr in das rheinland-pfälzische Bobenheim-Roxheimum. Während der Schulzeit absolviert sie verschiedene Praktika, auch eines bei einer Bank. Schließlich entscheidet sie sich jedoch, den dualen Studiengang Diplombetriebswirtschaft FH anzutreten, den die BASF kurz zuvor eingeführt hat. Zwei Auslandssemester verbringt sie an der University of North Carolina in Greensboro, macht 2001 ihren MBA. Zusätzlich absolviert sie bei der BASF eine Ausbildung zur Industriekauffrau. Bereits während des Studiums stellt Petry fest, dass sie das Thema Personal sehr interessiert. Nach ihrem Abschluss bleibt sie bei der BASF, wo sie im Lauf der Jahre unterschiedliche Stationen durchläuft, von der HR-Kommunikation bis hin zu Führungspositionen im Personalbereich. Im Jahr 2022 wurde sie Head of Global Pensions & Benefits bei dem Chemiekonzern, seit Januar 2025 ist sie Vorstandsvorsitzende der BASF Pensionskasse. Im Mai desselben Jahres hat sie außerdem den Vorsitz der Arbeitsgemeinschaft betriebliche Altersversorgung (aba) übernommen. Sie ist die erste Frau im Vorstandsvorsitz.
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