Institutional Money, Ausgabe 3/2026
NACHRICHTEN & NAMEN Foto: © EB-SIM, Erste AM+, Christoph Hemmerich, Axel Martens I Commerz Real 24 3/2026 | institutional-money.com DENNIS WEST WOOD verstärkt als Vertriebsleiter den institutionellen Vertrieb von EB – Sustainable Invest ment Management. Christian Storck kam als dessen Stell vertreter und David Laumen als Senior Vertriebsmanager neu dazu. Thomas Albrecht wird weiterhin kirchliche Investo ren und Stiftungen betreuen. ROBERT KUBIN soll Anfang Dezember 2026 die Position des Vorsitzenden der Geschäftsführung bei Erste Asset Management über nehmen. Kubin folgt damit Heinz Bednar nach,derdasUnternehmenseit2006führt und bis zum Beginn seines Ruhestands EndeAugust 2027 inberatender Funktion tätig sein wird. WERNERKOLITSCH , Head of DACH bei M&G Investments, hat sich dazu ent schlossen, das Unter nehmen zu verlas sen. Er ist 2015 als Head of Germany & Austria zu M&G gestoßen, seit 2021 verantwortet er das Geschäft des Asset Managers in der DACH-Region, wo der Asset Manager ein Volumenvoninsgesamt23MilliardenEuro verwaltet. THILO WOLF ist Ende Juni aus der Geschäftsführungder CommerzRealCapital ausgeschieden. Wolf kam im Jahr 2023 zur Commerzbank und übernahm vor einem Jahr die Geschäftsführung der Vertriebsgesell schaft für das Asset Management der Commerzbank-Gruppe. Zu seinem Nachfolger hat die Commerz Real Florian Becker berufen. NAMEN Passionierte Fondsinvestoren 40/40/20 statt 60/40? BETRIEBLICHE ALTERSVORSORGE BLACKROCK EineAnalysederOesterreichischenNatio nalbank (OeNB) des österreichischen Marktes für betriebliche Altersvorsorge hat zu mehreren interessanten Erkennt nissen geführt. Auf der einen Seite gewinnt die zweite Säule in Österreich an Volumen. Dieses wuchs von 2019 bis 2025 um 24 Prozent auf 74,3 Milliarden Euro.AufderanderenSeitekommtÖster reichdamitgemessenamBIPauflediglich rund14Prozent.ZumVergleich:Deutlich höhereWerteerreichenetwaDeutschland mit 29 Prozent oder die Niederlande mit 131 Prozent. Innerhalb der zweiten Säule verschieben sich beim Volumen die Gewichte: Pen sionskassen stellen mit 30,0 Milliarden Euro und einem Anteil von 41 Prozent weiterhindengrößtenBereichdar. Dyna mischer entwickelten sich in den letzten Jahren jedochdie betrieblichenVorsorge kassen: Die Ansprüche gegenüber diesen Einrichtungen wuchsen seit 2019 um 77 Prozent auf 23,6MilliardenEuro.Direkte Pensionszusagen verloren dagegen an Bedeutung. Ihr Anteil sank von 35 auf 26 Prozent, das Volumen ging auf 19,1 Mil liarden Euro zurück. Bei der Art der Investments sticht Öster reichiminternationalenVergleichheraus: DiePensionskasseninvestieren94Prozent ihrerGelderinInvestmentfonds,während die Fondsquote der Pensionskassen im Euroraum lediglich 38 Prozent beträgt. Bei den heimischen Vorsorgekassen ent fallen ebenfalls hohe 85 Prozent auf Fonds. Dabei beträgt das auf Fondsebene durchgerechnete Auslands-Exposure bei Pensionskassen 93 Prozent und bei Vor sorgekassen 88 Prozent. Der hoheAnteil an internationalenWert papieren in den Fonds ist dem kleinen österreichischenKapitalmarktgeschuldet. INFO: oenb.at Das klassische 60/40-Portfolio aus Aktien und Anleihen soll zugunsten anderer Anlagesegmente überarbeitet werden. Beispielsweise mit Private Equity. Kon kret modellierte BlackRock testweise einePrivate-Equity-Quotevon20Prozent, die vollständig aus der Aktienallokation finanziert wird. Aus 60 Prozent Public Equity und 40 Prozent Anleihen wird damit ein 40/40/20-Portfolio: 40 Prozent börsennotierte Aktien, 40 Prozent Anlei hen und 20 Prozent Private Equity. Nach der Modellrechnung gäbe es einen für Investoren positiven Effekt: „Eine 20-pro zentige Private-Equity-Allokation könnte die erwartete Rendite eines traditionel len 60/40-Portfolios über zehn Jahre um 30 Prozent erhöhen“, erklärt BlackRock. Gleichzeitigwürde das Gesamtrisiko laut demAssetManagerlediglichmoderatstei gen. Die Sharpe Ratio, die Rendite und Risiko ins Verhältnis setzt, verbesserte sich in der Berechnung hingegen um 18 Prozent. Ein Grund für die Beimischung ist das deutlichgrößereAnlageuniversuminden Privatmärkten. Von den Unternehmen mit einemJahresumsatzvonmehr als 100 MillionenUS-Dollar sind laut BlackRock weltweit 85Prozent inprivaterHandund lediglich 15 Prozent börsennotiert. Für Investoren eröffnet Private Equity damit Zugang zu Firmen, in denen ein erheb licher Teil der Wertschöpfung bereits vor einemmöglichenBörsengang stattfinden kann. Hinweis: Ob und inwieweit das klassi- sche 60/40-Portfolio an Bedeutung verliert, ist Thema des großen „Meinungsradars“ in dieser Ausgabe, für den wir zahlreiche professionelleMarktteilnehmer umihre Ein- schätzungen gebeten haben. Siehe ab Seite 38 in dieser Ausgabe! INFO: blackrock.com
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