Institutional Money, Ausgabe 3/2026
Foto: © UBS Global Wealth Management 170 3/2026 | institutional-money.com PRODUKTE & STRATEGIEN Family Offices tion als internationale Reservewährung zukünftig an Vertrauen verlieren wird. Vor diesemHintergrundbefürchtenmittlerweile 47 Prozent der Family Offices, dass sie ein zu hohes Exposure in US-Dollar-Anlagen haben. In der Folge wollen Investoren ihre Engage- ments in US-Dollar-Anlagen überdenken oder zumindest Strukturen einführen, die sich auf mehr als eine Währung stützen. Hierbei gelten der Euro und der Schweizer Franken als bevorzugte Alternativen. „Viele erwägen, ihr Engagement im US-Dollar zu reduzieren oder regional stärker zu diversifizieren. Dennoch machen nordame- rikanische Anlagen weiterhin den größten Anteil der Allokationen aus“, kommentiert Cavalli mit Blick auf die von der UBS im Folgeschritt erfragte regionale Portfoliodi- versifikation der Investoren. Dieser zufolge gewichteten Family Offices nordamerikani- sche Vermögenswerte 2025 mit 53 Prozent. Für Ende 2026 ist eine Reduktion um ein Prozent auf 52Prozent geplant. „Dies spiegelt langjährigeAllokationspräferenzen sowie die Größe und Liquidität der US-Kapitalmärkte wider, auch wenn der Grad der Konzentra- tion derzeit einer Überprüfung unterzogen wird“, erklärt Sommerhalder. Zum Vergleich: Westeuropa erreicht in den Portfolios 2025 und 2026 nur eine Gewich- tung von jeweils 26 Prozent, gefolgt von Großchina undAsien-Pazifik (ex-China)mit jeweils sieben Prozent. Das hohe US-Expo- sure indenPortfolios ist vielfachdas Resultat langjähriger Kapitalflüsse inundhoher Kurs- zuwächse von US-Technologieaktien, die zuletzt vor allemvomKI-Boomprofitierten. Prägende Anlagethemen Künstliche Intelligenz (KI) gilt unter den Themeninvestments als das mit Abstand wichtigste. Fast zwei von drei FamilyOffices (65 %) sind derzeit im KI-Bereich inves- tiert. Auf die Investmentthemen „Energie und Ressourcen“ sowie „Infrastruktur“ setzen jeweils 37 Prozent (siehe Tabelle „Investmentthemen“). „Künstliche Intelli- genz bleibt das prägende Anlagethema dieses Jahrzehnts“, erklärt Sommerhalder abschließend. ANTON ALTENDORFER » Family Offices gehen das Thema KI sowohl mit Überzeugung als auch mit Selektivität an und suchen nach Chancen entlang der gesamten Wertschöpfungskette, wobei sie langfristiges Wachstumspotenzial und Risikodisziplin in Einklang bringen. « Yves-Alain Sommerhalder, Head of Global Wealth Management Solutions bei UBS Investmentthemen Derzeit dominiert das Thema künstliche Intelligenz. Die Befragung zeigt, dass 65 Prozent (Mehrfachnennungenmöglich) der Family Offices mittlerweile in das Investmentthema „Künstliche Intelligenz“ investiert haben. Die entsprechenden Gewichtungen beziehungsweise die fundamentalen Bewertungen scheinen mittlerweile so hoch zu sein, dass nur sieben Prozent der Family Offices auf Jahressicht aufstocken wollen. Aktuell beliebt sind des Weiteren die Themen „Energie und Ressourcen“ (37%), „Infrastruktur“ (37%) und „KI imGesundheitswesen“ (33%). Von diesen dürfen sich vor allem „Energie und Ressourcen“ und „Infrastruktur“ berechtigte Hoffnungen auf zukünftige Neugelder machen. Ein interessantes Detail sei erwähnt: Die vor ein paar Jahren wichtigen Investmentthemen „Nachhaltigkeit“ oder „Klimaschutz“ und dergleichen sind im aktuellen Ranking nicht vertreten. Quelle: UBS Global Family Office Report 2026 Derzeit investiert Künstliche Intelligenz 65% 7% 37% 15% 37% 16% 33% 11 % 29% 11 % 28% 14% 25% 13% 20% 7% 16% 11 % 15% 8% 15% 8% 12% 8% 21 % 21 % Energie und Ressourcen Infrastruktur KI im Gesundheitswesen Ausgaben für Verteidigungs- und Sicherheitsinfrastruktur Automatisierung und Robotik Langlebigkeit Weltraumwirtschaft Kernenergie Digitaler Konsument Quanteninformatik Übergangswerkstoffe Nicht zutreffend — wir investieren derzeit kein Kapital in bestimmte thematische Anlagen / keine davon Geplante Ergänzungen (in den nächsten 12 Monaten)
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