Institutional Money, Ausgabe 3 | 2025

E s sind schon enorm beachtliche Zahlen, die die SOKA-BAU, eine Einrichtung der Tarifparteien des Baugewerbes, vorzuweisen hat: Rund 80.000 Betriebe erhalten für ihre gezahlten Beiträge Leistungen und Services, und etwa 1,1 Millionen Beschäftigte profi- tieren pro Jahr von den tariflichen Sozialkassenverfahren in der Bauwirtschaft. An zirka 315.000 Rentner werden jährlich insgesamt rund 260 Millionen Euro ausgezahlt, 2,6 Millionen Anwärtern werden pro Jahr mehr als 790 Millionen Euro an Beiträgen für deren Altersvorsorge gutgeschrieben. Damit nicht genug, erhalten Ausbil- dungsbetriebe und überbetriebliche Ausbildungszentren jährlich rund 470 Millionen Euro an Förderung. Und während viele Pensionseinrichtungen unter dem Joch zu geringer Erträge bei stetig steigenden Ansprüchen ihrer Leistungsempfänger ächzen, geht es der SOKA-BAU gut, wie uns Tobias Bockholt, seit April dieses Jahres Bereichs- leiter Asset Management, im Interview erläutert. Herr Bockholt, der Name SOKA-BAU sagt zunächst ein- mal wenig darüber aus, was sich eigentlich genau dahinter verbirgt. Klären Sie uns kurz auf? Tobias Bockholt: SOKA-BAU ist die Dachmarke für zwei Einrichtungen, die von den Tarifvertragsparteien der Bau- wirtschaft getragen werden. Das sind die beiden Arbeit- geberverbände, also der Zentralverband des Deutschen Tobias Bockholt: „Im Moment sehen wir für europäische Investment-Grade-Anleihen eventuell sogar noch 3,5 Prozent. Aber niemand weiß, wie lang uns dieses Zeitfenster bleiben wird.“ Eigentlich kommt Tobias Bockholt aus dem Investment Consulting von speziell regulierten Einrichtungen wie Pensionskassen und Versorgungswerken. Wir haben mit ihm über sein neues Thema, die Bereichsleitung Asset Management bei der SOKA-BAU , gesprochen. » Einen Crash wie Corona könnten wir absorbieren « THEORIE & PRAXIS | Tobias Bockholt | SOKA-BAU FOTO: © CHRISTOPH HEMMERICH | FÜR INSTITUTIONAL MONEY 56 N o . 3/2025 | institutional-money.com

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