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Marc Faber hat wieder vom Leder gezogen und dabei den Bogen überspannt

Einige Geschäftspartner haben sich von "Dr. Doom" abgewandt. In einem Brief hatte der Schweizer Crashguru erklärt, die USA wären nur deshalb wohlhabend geworden, weil weiße Menschen das Land besiedelt hätten.

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Marc Faber: "Gott sei Dank wurde Amerika von weißen Menschen bevölkert und nicht von den Schwarzen."
© Scott Eells / Bloomberg News

Das Imperium der "Political Correctness" schlägt gnadenlos zurück und bestraft jene, die unbeeindruckt vom Mainstream ihre Gedanken äußern: Drei kanadische Firmen, bei denen Marc Faber im Aufsichtsrat saß, haben sich als Reaktion auf die ihrer Ansicht nach rassistischen Statements des Schweizer Börsengurus von ihm getrennt. In seinem Investoren-Rundschreiben "Gloom Boom & Doom Report", der unter anderem dem Magazin "Business Insider" vorliegt, sprach Faber von einer Überlegenheit hellhäutiger Menschen. Auch diverse US-Fernsehsender wie CNBC und Fox Networks, bei denen Faber in der Vergangenheit regelmäßig als Kapitalmarktexperte aufgetreten war, meinten dauraufhin, sich von Faber distanzieren zu müssen.

Faber leistet sich den Luxus einer eigenen Meinung

In seinem Brief schreibt Faber wörtlich: "Gott sei Dank wurde Amerika von weißen Menschen bevölkert und nicht von den Schwarzen. Sonst würden die USA jetzt aussehen wie Simbabwe, was eines Tages vielleicht ohnehin passiert, aber wenigstens hatte Amerika dann 200 Jahre wirtschaftlichen und politischen Sonnenschein unter einer weißen Mehrheit." Laut "Business Insider" bestätigte Faber später in einer E-Mail seinen Standpunkt nochmals und betonte, bei seinen Ausführungen handle es sich um "eine unwiderlegbare Tatsache". Wenn es ihn zu einem Rassisten mache, dass er historische Fakten ausspreche, dann sei er wohl ein solcher. 

Schwarzseher in der Kritik

Marc Faber gelangte zu weltweiter Berühmtheit, nachdem er unter anderem den Börsencrash von 1987 und die Japan-Baisse richtig vorhergesagt hatte. Er gilt seitdem als Crash-Prophet und veröffentlicht seine Warnhinweise regelmäßig in dem oben erwähntem Anlegerbrief. Mit seinen pessimistischen Prognosen erwarb er sich den Spitznamen "Dr. Doom".

Faber war bereits vor seinem provokanten Schreiben umstritten. Kritiker werfen ihm vor, kein eigenes Geld auf seine pechschwarzen Vorhersagen zu setzen. So sei Pessimismus nicht schwer, denn wer immer negativ eingestellt sei, bekomme irgendwann auch recht. Das würde alleine schon die Zyklizität des Finanzmarktes mit sich bringen. (fp/aa/kb)

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