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Aktueller Weltwirtschaftsausblick

Sowohl die globalen als auch die europäischen Konjunkturaussichten haben sich seit Ende des letzten Jahres aufgehellt. Welche Auswirkungen dies auf die Finanzmärkte hat und was Anleger jetzt besonders beachten sollten erfahren Sie hier.

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Chicagoer Börse verlässt London: Ist sie gar ein Brexit-Opfer?

Die CME Chicago Mercantile Echange-Gruppe teilte mit, dass die Derivate Börse in London und das dazu gehörende Clearinghaus zum Ende dieses Jahres geschlossen werden. In den letzten zwei Jahren entstanden über 100 Millionen US-Dollar Verluste.

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Der CME-Vorstand Terry Duffy erklärte, dass es eben lange dauern könne, bis ein Start-up-Unternehmen Gewinne einbringt. Der Abschied aus Europa ist offensichtlich das geringere Übel, als wenn die CME nach dem Ausscheiden der Briten aus dem Euroraum (Brexit) ein neues Partnerland hätte finden müssen. 

Der CME-EU-Weizenfuture ist von der Schließung der Aktivitäten nicht betroffen, da dieser Future auf dem CME-Rechner in Chicago gelistet ist. Das Londoner Büro wird zusammen mit seinen Mitarbeitern in Belfast weiterhin Kunden in Europa betreuen. Damit demonstriert die CME, dass sie trotz der Schlappe gegenüber der ICE, Intercontinantal Exchange und der Deutschen Börse zusammen mit der London Stock Exchange, die Herausforderung gegenüber der Euronext Paris mit ihrem CME-EU-Weizenfuture sucht. 

Die Agrarmärkte stehen zunehmend wegen unkalkulierbarer Einflüsse unter Druck, was die Terminbörsen veranlasst, den Unternehmen neue Absicherungsinstrumente anzubieten. So startete die Euronext im Herbst letzten Jahres mit ihrem Düngemittelfuture (AHL 30) und plant mit dem Ende der EU-Zuckermarktordnung zum 30.09.2017 einen europäischen Zuckerkontrakt einzuführen. Für die deutschen Marktbeteiligten stellt sich die Frage, welche Vorteile die diversen Aktivitäten der Börsen für sie haben. 

Die Terminbörsen müssen sich den Vorwurf gefallen lassen, nicht flexibel genug auf Veränderungen der wirtschaftlichen Gegebenheiten und den Belangen der deutschen Agrarwirtschaft einzugehen. Veränderte Warenströme, Wetterkapriolen und staatliche Eingriffe machen die Agrarmärkte zum prognosefreien Raum. Absicherungsinstrumente sind daher für viele Betriebe geradezu überlebenswichtig. Sie müssen allerdings auch für den deutschen Raum greifen. (kb)


 

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