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Lazard AM: Dieses Rentensegment steht vor einer Hausse

Schwellenländeranleihen steht ein gutes Jahr 2018 bevor. Die Papiere befinden sich am Beginn einer Hausse, sagt Denise Simon, Emerging-Markets-Expertin bei Lazard Asset Management.

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Denise Simon, Lazard AM: "Einige Länder mögen mit Schwierigkeiten zu kämpfen haben. Die Mehrzahl aber steht solider da als noch vor einigen Jahren."
© Lazard AM

Emerging-Markets-Anleihen dürften im kommenden Jahr gut abschneiden. Die Anlageklasse habe die vergangene, von steigenden Spreads und erheblichen Währungsabwertungen gekennzeichnete Baisse überstanden und stehe nun am Beginn einer Hausse, sagt Denise Simon, Portfoliomanagerin für Schwellenländeranleihen bei Lazard Asset Management. Sie stützt ihre Prognose auf die verbesserten Fundamentaldaten und den weltweit günstigen Konjunkturtrend.

Im kommenden Jahr sollten Schwellenländeranleihen ihren Aufwärtstrend fortsetzen können, und zwar sowohl absolut als auch im Vergleich zu den Industriestaaten. "Dass sich viele Frühindikatoren für die Schwellenländer und Industriestaaten in der Nähe ihrer jüngsten Hochs bewegen und weiter aufwärts tendieren, bestärkt uns noch in unserer Überzeugung", sagt Simon. Trotz des kräftigeren Wachstums ist die Inflation in den Schwellenländern gesunken und hat Zentralbanken etwa in Brasilien und Russland Luft für eine expansivere Politik verschafft. 

Attraktive Bewertungen
Die Schwellenländerexpertin hebt auch die günstigen Bewertungen hervor. "Wir halten die Bewertungen im Markt für Schwellenländeranleihen generell für attraktiv, besonders in lokalen Währungen", sagt Simon. Lokale Schwellenländerwährungen haben sich zuletzt überdurchschnittlich entwickelt, was in erster Linie der Schwäche des US-Dollars zu verdanken war. Die realen effektiven Wechselkurse liegen unter ihren langfristigen Durchschnitten und seien attraktiv, weil sich die Inflationsraten der Schwellenländer und der entwickelten Märkte aufeinander zubewegen würden, meint Simon.

"Einige Länder mögen mit Schwierigkeiten zu kämpfen haben. Die Mehrzahl aber steht solider da als noch vor einigen Jahren", sagt Simon. Die größten Risiken des Jahres 2018 sieht sie außerhalb der Schwellenländer – etwa in einer rückläufigen weltweiten Konjunkturentwicklung oder potenziellen Fehlentscheidungen durch Zentralbanken in den Industrienationen.

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