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Das war der Monat November 2017 bei Staatsanleihen

Beim Handel mit Staatsanleihen wurde im November ein bedeutender Meilenstein erreicht: Das seit Jahresbeginn auf der Tradeweb-Plattform für europäische Staatsanleihen gehandelte nominale Volumen überschritt die Marke von drei Billionen Euro.

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© styleuneed / Fotolia

Die Anleiherenditen gingen in den meisten europäischen Ländern zurück, da die Märkte die im Oktober getroffene Entscheidung der EZB zu verdauen hatten, ihre Wertpapierkäufe bis mindestens September 2018, wenngleich in verlangsamtem Tempo, fortzusetzen. Mit dieser Politik zielt die EZB darauf ab, hohes Wirtschaftswachstum und niedrige Inflation miteinander in Einklang zu bringen, berichtet Tradeweb.

Eurozone: Stärkster Renditerückgang in Portugal

Der stärkste Rückgang war in Portugal zu verzeichnen, wo die Rendite der zehnjährigen Benchmarkanleihe um 19 Basispunkte nachgab und den Berichtsmonat bei 1,87 Prozent, dem tiefsten Wert seit April 2015, beendete. Die Hauptgründe für die stetige Renditeminderung sind eine vorzeitige Schuldenrückzahlung in Höhe von 2,78 Milliarden Euro an den Internationalen Währungsfonds sowie Spekulationen über eine baldige Heraufstufung der Bonität des Landes.

Die Rendite der zehnjährigen italienischen und französischen Staatsanleihe fiel um sieben Basispunkte und beendete den November bei 1,75 Prozent bzw. 0,53 Prozent. Während die italienische Wirtschaft im dritten Quartal um 0,4 Prozent wuchs (vorläufige Schätzung: 0,5 Prozent), trieb Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron seine Arbeitsmarktreformen weiter voran, die darauf abzielen, die Wettbewerbsfähigkeit des Landes zu stärken und die hohe Arbeitslosigkeit zu senken.

Anleihetausch in Griechenland

Auch die Rendite der griechischen Staatsanleihe ging im November auf Nettobasis zurück (um 14 Basispunkte), um den Monat bei 5,30 Prozent abzuschließen. Der stärkste Rückgang war zwischen dem 1. und 13. November zu verzeichnen, als die Rendite um 26 Basispunkte nachgab. Am 28. November führte das Land einen Anleihetausch in Höhe von 30 Milliarden Euro durch, womit der Weg für eine vollständige Rückkehr an die Finanzmärkte im nächsten Jahr geebnet wurde.

Derweil fiel die Rendite der britischen Staatsanleihe am 30. November auf 1,33 Prozent, da die Brexit-Verhandlungen zwischen britischen Regierungsvertretern und der EU bislang zu keiner Einigung führten. Im Gegensatz dazu stieg die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe um fast einen Basispunkt an und notierte am Monatsende bei 0,37 Prozent, was insbesondere darauf zurückzuführen war, dass das Wachstum im dritten Quartal mit einem Plus von 0,8 Prozent stärker als erwartet zunahm.

Leichte Zinssteigerung in den USA bei zehnjährigen Treasuries

Jenseits des Atlantiks stieg die Rendite der US-Treasury im Berichtsmonat um vier Basispunkte auf 2,41 Prozent. Dies lag unter anderem daran, dass sich der vom amerikanischen Arbeitsministerium veröffentlichte Verbraucherpreisindex lediglich um 0,1 Prozent verbesserte und dass die Kerninflation (ohne Lebensmittel- und Energiepreise) zwischen September und Oktober nur um 0,2 Prozent zunahm. In Japan fiel die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihe im November um drei Basispunkte und beendete den Monat knapp über der Null-Prozent-Grenze (nämlich bei 0,03 Prozent). (kb)

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