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22.10.2014

Zürcher Kantonalbank plant Übernahme von Swisscanto

Die Zürcher Kantonalbank (ZKB) führt mit der Swisscanto Holding Übernahmegespräche. Darüber informierte die größte Schweizer Kantonalbank am Mittwoch und bestätigt damit Gerüchte, die seit Tagen im Umlauf sind. Mit einer Entscheidung sei aber nicht vor Jahresende zu rechnen, erklärte Swisscanto. Laut ZKB werden die „Gespräche nicht weiter kommentiert".

 


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Viele Miteigentümer

 

Die ZKB weiß, was sie an der Swisscanto hat, schließlich ist man seit vielen Jahren Miteigentümer und damit in guter Gesellschaft: Alle 24 Schweizer Kantonalbanken sind an der 1993 gegründeten Swisscanto beteiligt, je nach Geschäftsvolumen, sagte Sprecher Beat Amstutz im Gespräch mit Bloomberg. Genauere Angaben dazu, wie hoch die jeweiligen Beteiligungen sind, wollte er jedoch nicht machen. Swisscanto verwaltet mit rund 400 Mitarbeitern laut Bloomberg etwa 53 Milliarden Franken (44 Mrd. Euro), während die Zürcher Kantonalbank Ende des ersten Halbjahres 2014 auf 196 Milliarden Franken (163 Mrd. Euro) kam. Durch die Komplettübernahme von Swisscanto sowie deren 121 Investmentfonds würde ein Asset Manager entstehen, der fast 250 Milliarden Schweizer Franken (207 Mrd. Euro) an Kundenvermögen verwaltet.

 

Viel Konkurrenz

 

Swisscanto beziehungsweise deren Gewinne leiden seit Jahren unter der Abkehr von Retrozessionen, der manchmal zu langsamen Reaktion auf neue Anlagetrends sowie der Konkurrenz von ETFs und ihrer eigenen Eigentümer: „Außerdem habe Swisscanto die Expansion ins Ausland verschlafen. Dagegen haben die Eigentümer wie eben die ZKB in den letzten Jahren ihr Asset Management forciert und eigene Fondsprodukte lanciert", schreibt das Informationsportal finews.ch auf seiner Webseite. (aa)

 

 

Kategorie: Kongress-News

 
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