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17.04.2015

Von Pimco verwaltete Assets schmelzen weiter ab

Der Abfluss von Anlagekapital bei Pacific Investment Management Co. (Pimco) hält an. Im ersten Quartal verringerte sich das Anlagevolumen um 5,4 Prozent auf 1,59 Billionen US-Dollar. Zum Jahresende hatte Pimco noch 1,68 Billionen US-Dollar verwaltet und Ende September waren es 1,87 Billionen US-Dollar gewsen, wie aus Informationen der Webseite des Hauses hervorgeht.

 

Assets des Pimco Total Return Fund weiter schrumpfend....

 

Der Vermögensverwalter mit Sitz in Newport Beach, Kalifornien, der zum Münchener Allianz-Konzern gehört, versucht seit dem plötzlichen Abgang von Bill Gross im September den Abfluss von Kundengeldern zu stoppen. Beim Pimco Total Return Fund, immer noch knapp der weltgrößte Anleihefonds, ist das Volumen auf 117,4 Milliarden US-Dollar geschrumpft, im Vergleich zu 222 Milliarden  Ende August, bevor Gross Pimco verließ. Sein größtes Volumen hatte der Total Return Fonds im April 2013 mit 293 Milliarden US-Dollar erreicht.

 

2014 erlebte Pimco die höchsten Kapitalabflüsse in der Geschichte des Fondsmanagements. Der Vermögensverwalter verlor mit Gross und Mohamed El-Erian seine Führungsspitze und musste das Management grundlegend umbauen. Zudem erzielten einige Anlagestrategien nicht die gewünschten Ergebnisse. Insgesamt zogen Investoren 2014 150,2 Milliarden US-Dollar aus Pimco-US-Investmentfonds ab.

 

...trotz guter Performance in 2015

 

Für dieses Jahr kommt der Total Return Fonds auf einen Anlageertrag von 2,7 Prozent und hat damit 94 Prozent der vergleichbaren Fonds geschlagen. Das geht aus Daten von Bloomberg hervor. Auch haben sich die Kapitalabflüsse in den letzten Monaten verlangsamt. Kommt jetzt bald die Tendwende oder liegt der Abfluss auch daran, dass die meisten Marktteilnehmer eine baldige Zinswende in den USA erwarten und sich daher weniger stark in Renten exponieren? (kb)

Kategorie: Märkte