Das Portal für institutionelle Investoren

 
 
 
Drucken | Empfehlen |Login
 

30.10.2014

Norwegens Staatsfonds hatte im dritten Quartal nichts zu lachen und trat auf der Stelle

Der aus den Erlösen der Ölexporte gespeiste norwegische Staatsfonds hat den geringsten Quartalsgewinn seit mehr als einem Jahr vorgelegt. Vor allem die Turbulenzen in Europa belasteten die Investments.

 

Benchmark verfehlt

 

Wie der Government Pension Fund Global in Oslo mitteilte, lag der Ertrag bei 0,1 Prozent. Das ist der geringste Zuwachs seit Mitte 2013. Der mit einem Anlagevolumen von 860 Milliarden US-Dollar größte Staatsfonds der Welt verzeichnete bei seinen Aktieninvestments Verluste von 0,5 Prozent. Anleihen brachten hingegen 0,9 Prozent ein und Immobilieninvestments kamen auf ein Plus von 1,5 Prozent. Das Anlageergebnis verfehlte die vom Finanzministerium vorgegebene Benchmark um 0,5 Prozentpunkte.

 

Auf zwei Quartale mit starken Erträgen folgte ein praktisch stagnierendes Quartal” sagte Yngve Slyngstad, der bei Norges Bank Investment Management (NBIM) für den Fonds verantwortlich ist. “Erhöhte geopolitische Unsicherheiten in der Nachbarschaft der Eurozone hätten zu einem negativen Ertrag beigetragen.

 

Slyngstad warnte, es werde für den Fonds künftig schwieriger werden, hohe Erträge zu erzielen, da die Zinsen gesunken seien und das globale Wirtschaftswachstum schwach sei. Der Fonds verlor mit seinen Aktieninvestments in Europa, die 43,6 Prozent im Aktienportfolio ausmachen, 4,3 Prozent.

 

Ende September entfielen 61,4 Prozent des Fondsvolumens auf Aktien, 37,3 Prozent auf Anleihen und fünf Prozent auf Immobilien.

Kategorie: Märkte

 
schlie&sz;en