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16.02.2012

Neuer Skandia Local Currency Emerging Market Debt Fund überzeugte im 1. Jahr

Der Local Currency Emerging Market Debt Fund der Skandia Investment Group (SIG) ist diesen Monat ein Jahr alt geworden. Inzwischen sind 336 Millionen Dollar in den Fonds investiert worden. Im weltweiten Vergleich mit anderen Fonds, die in Schwellenlandanleihen investieren, landet er bei der Wertentwicklung im oberen Viertel. So hat der Fonds auf ein Jahr gerechnet 2,85 Prozent Rendite gebracht, bei einer durchschnittlichen Entwicklung des Sektors von -0,92 Prozent. Zum Vergleich: Der Index JP Morgan GBI-EM erzielte lediglich 2,59 Prozent.

 

Richtig positioniert in 2011

 

Anthony Gillham, Anleihen-Experte der SIG, kommentiert: „Der entscheidende Beitrag für das gute Abschneiden des Skandia Local Currency Emerging Market Debt Fund im Jahr 2011 war, dass ihn unser Manager Stone Harbor in Erwartung sinkender Inflationsraten in Schwellenländern entsprechend positioniert hat. Aufwärtsdruck bei der Teuerung in den aufstrebenden Volkswirtschaften galt als ein Anlass zur Sorge, als die SIG den Fonds aufgesetzt hat, und folglich stiegen die Risikoaufschläge.

 

Doch Stone Harbor war bereits auf das Gegenteil eingestellt, nämlich dass die Inflation schnell ihren Gipfel erreichen und danach wieder fallen würde. Die Annahme war, dass Preise für Energie und Lebensmittel, die im Vorjahr spürbar gestiegen waren, im Folgejahr merklich fallen würden. Vor allem die Lebensmittelpreise spielen hier eine wichtige Rolle, denn sie sind im Inflationskorb von Schwellenländern stärker vertreten als in reiferen Märkten. Die Inflation begann tatsächlich über den Sommer zu sinken. In Kombination mit der allgemein schwächeren Konjunktur war damit in vielen Schwellenländern Spielraum vorhanden, die Zinsen zu senken. Dadurch hat sich unser Fonds bestens gegen seine vergleichbaren Rivalen durchsetzen können."

 

Hintergrund zum Skandia Local Currency Emerging Market Debt Fund

 

Der Skandia Local Currency Emerging Market Debt Fund wurde im Januar 2011 herausgebracht. Im Auftrag der Skandia Investment Group wird er vom US-Spezialisten Stone Harbor Investment Partners gemanagt, der sich auf institutionelles Geschäft im Bereich Anleihen konzentriert. Die Schwellenländer-Strategie wird dort von Tom Flanagan, James Craige und Pablo Cisilino ausgearbeitet, die den Kern eines Teams von 15 Portfoliomanagern, Analysten und Ökonomen bilden.

 

Der auf „total return" angelegte Fonds wählt seine Bestandteile durch Kreditanalyse und quantitatives Risikomanagement aus, um auch von den langfristigen Chancen einzelner Schwellenlandwährungen zu profitieren. Die Auswahl einzelner Länder ist dabei zentral und der Fonds profitiert durch die breite Erfahrung, vielfältigen Analyse-Möglichkeiten und hochrangige Kontakte des Teams bei Stone Harbor.

 

Ausblick für 2012

 

Zum ersten Geburtstag gab das Managementteam des Local Currency Emerging Market Debt Fund folgende Prognose für Schwellenländer:

„Der Wachstumsausblick hat sich in den aufstrebenden Volkswirtschaften als Folge strikterer Geldpolitik und schwächeren Wachstums in den entwickelten Märkten eingetrübt. Wir erwarten daher, dass die zuletzt rückläufige Inflation diesen Pfad beibehält, da sich auch die Rohstoffpreise geringfügig abwärts bewegt haben und ganz generell die Konjunktur schwächer läuft. Zu beachten ist jedoch, dass die Währungsbewegungen einzelner Schwellenländer diesen Trend konterkarieren und einige Notenbanken davon abhalten könnten die Zinsen zu senken. Tatsächlich wurden in Osteuropa, wie etwa in Ungarn, die Zinsen vereinzelt erhöht, um den Außenwert der Währung zu unterstützen. Dennoch folgt der überwiegende Teil der Notenbanken der Region einem Abwärtstrend bei den Zinsen, was auch für 2012 das dominierende Bild bleiben dürfte. Die Haushaltspositionen sind in den meisten Schwellenländern nach wie vor robust, da dürfte auch 2012 wenig Anpassung nötig sein. Vom Standpunkt einzelner Regionen aus betrachtet, bevorzugen wir Lateinamerika und Asien, denn sie werden die Folgen der europäischen Schuldenkrise besser wegstecken können. In Osteuropa sind die Volkswirtschaften dagegen stärker von den negativen Effekten schwachen Wachstums und von der allgemeinen Risikorückführung im europäischen Kreditsektor betroffen." (aa)

 

Kategorie: Märkte

 
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