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01.10.2014

Raiffeisen-Gesellschaft TCMG erweitert Boutiquenkranz um CEAMS

Die TCMG Asset Management (TCMG), eine Gesellschaft der Schweizer Raiffeisen Gruppe, baut ihr Multi-Boutique-Geschäft aus und übernimmt die Aktienmehrheit bei der CEAMS - CE Asset Management (CEAMS). Über den Kaufpreis wurde nichts bekannt. Die 2003 von Dr. Philipp Weckerlin und Markus P. Hepp gegründete CEAMS ist insbesondere institutionellen Investoren für ihre hohe Expertise bei Qualitäts-Investments ein Begriff.

 

„Die Raiffeisen Gruppe war seit der ersten Stunde für das CEAMS-Thema ‚Quality Investments‘ ein wichtiger Partner. Diese Partnerschaft durch eine Mehrheitsbeteiligung zu verstärken, lag deshalb auf der Hand", erklärt CEAMS-Partner Weckherlin, der genauso wie der andere Gründungspartner Hepp in seiner aktuellen Funktionen an Bord bleiben werden soll. Für Mitarbeiter und Kunden soll sich nichts ändern. Insgesamt arbeiten heute 28 Personen für die CEAMS, 14 davon im Research. Die Schweizer haben laut der „Asset under Management-Liste" von Institutional Money per 30.06.2014 knapp über eine Milliarde Euro an Assets under Management. Etwa zwei Drittel davon werden für institutionelle Investoren verwaltet.

 

Multi-Boutiquen-Ansatz unterm Giebelkreuz

 

Über die TCMG, eine Tochter der Notenstein Privatbank, setzt die Schweizer Raiffeisen-Gruppe auf einen Multi-Boutiquen-Ansatz. Die Leine wird dabei locker gelassen: Die Asset Management-Gesellschaften behalten Namen, Marke und Eigenständigkeit weitestgehend bei. Mit der mehrheitlichen Übernahme von CEAMS befinden sich aktuell Adressen wie 1741 Asset Management, Vescore, Dynapartners oder Dynagest unter dem TCMG-Dach.

 

„Die Beteiligung der TCMG an CEAMS bildet eine exzellente Erweiterung unserer Anlagelösungen im Bereich der Aktienanlagen sowie eine solide Basis für weiteres Wachstum in der Schweiz und international", sagt Beat Wittmann, CEO von TCMG.

 

Laut Schweizer Medien erhält die Notenstein Privatbank durch CEAMS Konkurrenz durch die eigene Konzern-Enkeltochter bei Quality-Investments respektive zum Teil auch beim Thema Nachhaltigkeit. In einem Interview mit der Wirtschaftszeitung „Finanz und Wirtschaft" (Online) verteidigt Raiffeisen-CEO Pierin Vincenz die Übernahme: „Wir müssen im Asset Management und im Fondsgeschäft nun die Strukturen aufbauen, da wir 2017 gewisse Fonds von Vontobel ablösen müssen. Wir wollen das rechtzeitig vorbereiten und die notwendige Plattform schaffen." Raiffeisen will eine 25 Milliarden Franken schwere Plattform im Asset Management auf die Beine stellen, da helfen Übernahmen ein gutes Stück weiter. (aa)

 

Kategorie: Märkte

 
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