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01.03.2012

Guggenheim Partners soll Asset-Management-Aktivitäten der Deutschen Bank erwerben

Die in den USA domizilierte Vermögensverwaltungs-Gruppe Guggenheim Partners (rd. 125 Mrd. USD under Management) verhandelt derzeit mit der Deutschen Bank über den Kauf von deren Asset-Management-Aktivitäten, wobei das DWS-Geschäft in Deutschland, Europa und Asien nicht mitverkauft werden soll. Wie die Deutsche Bank via Presseaussendung bekannt gibt, sollen DWS Americas (US-Retail-Fonds), DB Advisors (institutionelles Geschäft), Deutsche Insurance Asset Managment (Vermögensverwaltung für Versicherungen) und RREEF (Alternative Investments) abgestoßen werden.

 

Wer ist Guggenheim Partners?

 

Guggenheim Partners ist eine in ihrer heutigen Form 1999 formierte im Privatbesitz befindliche amerikanische Gruppe, die mit 1700 Mitarbeitern weltweit Vermögensverwaltung und Wertpapierdienstleistungen anbietet. Die Wurzeln des Unternehmens reichen bis 1881 zurück, damals wurde es vom Gründer Meyer Guggenheim mit der Beteiligung an zwei Minen in Colorado gegründet. Seit 1999 arbeitet das Unternehmen daran zu den ganz großen Wall-Street-Häusern aufzuschließen, seit 2009 übrigens unter der Leitung von Alan Schwartz, der mit Bear Stearns 2008 Schiffbruch erlitten hatte. Seit 2009 verfolgt Guggenheim eine aggressive Wachstumsstrategie, in deren Verlauf bereits etliche Unternehmen gekauft wurden. So gehören inzwischen die Transparent Value (Aktienfonds), die Claymore Group (ETFs) und die Security Benefit Corporation (Investmentfonds) zu Guggenheim.

 

Durch die Übernahme der Deutsche-Bank-Aktivitäten erhöht sich das verwaltete Vermögen der Amerikaner von derzeit rund 125 Milliarden US-Dollar auf mehr als 500 Milliarden US-Dollar.

 

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Kategorie: Märkte