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12.02.2016

Alarm um britische Extrawurst: Ist für Banken noch ein "Level Playing Field" gegeben?

Der Bundesverband Deutsche Banken (BdB) fordert eine Gleichbehandlung britischer Banken in der Brexit-Debatte. Nach Kritik aus Frankreich an den EU-Plänen für eine Sonderbehandlung Großbritanniens bei der Bankenregulierung schlagen also nun auch die deutschen Banken Alarm.

 

Level Playing Field gefährdet

 

Die Grundprinzipien des europäischen Binnenmarktes dürften im Zuge der Debatte um einen Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union “nicht über Bord” geworfen werden, mahnt BdB-Hauptgeschäftsführer Michael Kemmer (Bild). Es sei zwar richtig, dass sich die Europäische Union mit Reformvorschlägen auf Großbritannien zubewege. “Ein Level Playing Field für den europäischen Finanzmarkt” sei jedoch eine “unabdingbare Voraussetzung”.

 

Britanniens Premier David Cameron will seine Landsleute voraussichtlich noch in diesem Jahr über den Verbleib des Landes in der EU abstimmen lassen. Um den Zusammenhalt der EU zu sichern, wollen die EU-Länder beim Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs am 18. und 19. Februar eine Einigung auf eine EU-Reformprogramm für Großbritannien erzielen. Am Rande einer Veranstaltung am Freitag treffen sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und David Cameron am Freitag für ein bilaterales Gespräch in Hamburg.

 

Französisch-deutscher Widerstand: Konkurrenznachteile für eigene Banken befürchtet

 

Zuvor hatte der französische Finanzminister Michel Sapin bereits vor Ausnahmen für britische Banken gewarnt und die Einheit des europäischen Finanzmarktes als eine rote Linie für die anstehenden EU-Verhandlungen bezeichnet. Auch der französische Bankenverband hat die Vorschläge von EU- Ratspräsident Donald Tusk als unfair kritisiert. Tusk hat in einem Positionspapier vom 2. Februar vorgeschlagen, unterschiedliche Regeln für den Bankensektor im EU-Binnenmarkt zuzulassen.

 

Brexit-Umfragen zeigen Kopf-an-Kopf-Rennen

 

Mit Reformvorschlägen für den Binnenmarkt und der Möglichkeit einer Einschränkung von Sozialleistungen für Zuwanderer aus der EU will diese im Zuge des anstehenden Referendums die Stimmung in Großbritannien zugunsten eines Verbleibs in der EU drehen. Nach einer jüngsten Umfrage des Instituts ICM sprechen sich 42 Prozent der Befragten für einen Austritt Großbritanniens aus, während die EU-Befürworter nur auf 41 Prozent kommen, vermeldet Bloomberg. (kb)

 

Kategorie: Märkte

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