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EDHEC-Paper zur Auswirkung von Transaktionskosten auf Aktienstrategien

Die Studie des EDHEC-Risk Institute untersucht in “Smart Beta Replication Costs” den Einfluss der Transaktionskosten auf die Performance systematischer Aktienstrategien.

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Lionel Martellini, Direktor des EDHEC-Risk Institute
© EDHEC

Dabei werden explizite Transaktionskosten-Schätzungen für eine Anzahl von Smart-Beta-Strategien angegeben sowie die Auswirkungen auf die Kosten bei der Implementierung verschiedener Umsetzungsstrategien in Bezug auf unterschiedliche Aktien-Universen besprochen.  

Oft nur Schweigen im Walde zu den Umsetzungskosten

Investoren sollten zurecht erwarten dürfen, dass ihnen gegenüber die Anbieter von Smart-Beta-Strategien die geschätzten Transaktionskosten, die bei der praktischen Umsetzung anfallen, auch offenlegen. Damit wird es den Investoren möglich, ihre zu erwartenden Netto-Renditen besser abzuschätzen. In der Praxis treffen Anbieter oft keine expliziten Aussagen zu den Transaktionskosten und beziehen sich in ihren Unterlagen lediglich auf Brutto-Renditen. Damit überlassen sie das heiße Eisen anderen Marktteilnehmern, die dann die genaue Höhe der Transaktionskosten herausfinden müssen. 

Erkenntnisse

EInmal hält das EDHEC-Risk Institute in der Studie fest, dass Transaktionskosten und Herausforderungen bei der Umsetzung sehr wesentlich von dem gewählten Aktienuniversum abhängen. Zudem seien praktikable Umsetzungsregeln wichtig, um Liquiditäts- und Kostenprobleme hintanzuhalten, schreiben die Autoren. Die Performancevorteile nach Kosten von Smart-Beta-Strategien bleiben gegenüber Market Cap-basierten Investments dann größtenteils bestehen, wenn sich weit verbreitete Smat-Beta-Strategien liquider Aktienuniversen bedienen und entsprechende Implementierungsregeln beinhalten. 

Lionel Martellini, Direktor des EDHEC-Risk Institute, meinte anlässlich der Vorstellung der Studie, dass diese einen wichtigen Beitrag zur praktischen Analyse der verschiedenen Smart-Beta-Strategien darstelle. Die vorgestellten Methoden bräuchten zudem keine großen Rechenkapazitäten und könnten aus leicht beziehbaren Marktdaten abgeleitet werden, sodass sie für Praktiker replizierbar seien, die Smart-Beta-Startegien eingehend untersuchen wollten. 

Erhöhte Transparenz

Amundi als großer Smart-Beta-ETF-Anbieter finanziert Research-Aktivitäten am EDHEC-Risk-Institute, die sich mit Indexreplikationen befassen. Laurent Trottier, Global Head of ETF, Indexing & Smart Beta Management bei Amundi, leiß wissen, dass eine effiziente Nachbildung von Indizes entsprechend hohe Fähigkeiten verlange. Dazu komme ein tiefes Verständnis des Underlyings und ein striktes Regelwerk bei der Umsetzung. Die Minimierung der Tradingkosten sei essentiell, wenn man den Investoren eine Best-in-Class-Replikation abieten möchte. Durch die vorliegende wissenschaftliche Arbeit werde ein wesentlicher Beitrag zu mehr Transparenz in der Investmentindustrie geleistet. (kb)

 

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