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Kernaussagen der EZB bleiben im Wesentlichen unverändert

Mario Draghi präsentierte sich heute sehr gelassen. Die neuen Projektionen sehen ein stärkeres Wachstum vor, allerdings bleibt der Inflationsausblick gedämpft. Draghi betonte, dass aufgrund der schleppenden Inflationsentwicklung nach wie vor ein umfangreiches geldpolitisches Stimuli notwendig sei.

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© Brown / Fotolia

Die EZB sieht also im Moment keine Notwendigkeit einer Änderung ihres Kurses. Die wirtschaftliche Erholung in der Eurozone schreitet voran, und die Teuerungsentwicklung bleibt überschaubar. Genau auf diese Situation waren die europäischen Währungshüter bereits im Oktober eingegangen.

Anleihekäufe werden ab Januar von 60 auf 30 Milliarden Euro reduziert

Die Reduktion des Anleiheaufkaufvolumens ist im Wesentlichen der besseren wirtschaftlichen Entwicklung geschuldet, andererseits kann aufgrund der trägen Inflationsentwicklung nicht vollständig auf Käufe verzichtet werden. Viele Notenbanken, nicht nur die EZB, sehen sich derzeit einem schwierigen Spagat gegenüber: Die wirtschaftliche Erholung fällt stellenweise beachtlich aus, doch die Inflationsentwicklung bleibt dahinter zurück.

Wirtschaft läuft, doch Inflation bleibt zurück

"Ob Geldpolitik an dieser Situation tatsächlich etwas ändern kann, bleibt fraglich", resümiert Ihnen Dr. Thomas Gitzel, Chefökonom der VP Bank Gruppe. Fakt sei aber, dass die EZB konsistent bleiben müsse. Ein vollständiger Stopp der Anleihekäufe komme nicht in Frage, solange die Inflationsrate nicht in der Nähe der EZB-Ziele sei. Ein anderes Vorgehen würde bedeuten, dass Mario Draghi die Flinte ins Korn werfe. Da von einem raschen Anziehen der Teuerungsraten nicht auszugehen sei, würden die Frankfurter Währungshüter noch lange sehr expansiv bleiben. Eine Zinserhöhung werd nicht vor dem Jahr 2019 auf der Agenda stehen, betont Gitzel. (kb)

 

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