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Union Investment startet ersten Green-Bonds-Fonds

Der Frankfurter Asset Manager ist mit dem UniInstitutional Green Bonds an den Start gegangen und wendet sich mit diesem Produkt an institutionelle Investoren.

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Portfoliomanager Michael Kobel: "Da Green-Bond-Investoren meist einen längerfristigen Anlagehorizont haben, rechnen wir mit einer gegenüber klassischen Unternehmensanleiheinvestments reduzierten Volatilität bei vergleichbaren Renditechancen. Gleichzeitig können die Anleger gezielt Umwelt- und Infrastrukturprojekte fördern.“

Union Investment hat erstmals einen Fonds für Green Bonds aufgelegt. Der UniInstitutional Green Bonds für institutionelle Anleger investiert überwiegend in Green Bonds internationaler Emittenten. Zusätzlich mischt der Fonds Anleihen von Unternehmen bei, deren Geschäftsfelder in Einklang mit den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung (u.a. Ökologie, soziale Projekte). stehen. Dadurch wird die Diversifikation des Portfolios erhöht. In Green Bonds investierte Mittel müssen zur Finanzierung ökologischer Projekte genutzt werden.

Fundamentaler Ansatz mit Nachhaltigkeitsfilter
Die Titelauswahl beim UniInstitutional Green Bonds (WKN: A2AR3W, ISIN: DE000A2AR3W0) erfolgt auf Basis einer fundamentalen Kreditanalyse in Kombination mit einer Nachhaltigkeitsanalyse der Emittenten. Durch die Nutzung des auch bei den Nachhaltigkeitsfonds von Union Investment eingesetzten Nachhaltigkeitsfilters werden Papiere von Emittenten von vornherein ausgeschlossen, die zum Beispiel gegen Menschenrechte verstoßen oder Nuklearenergie produzieren. Das gilt auch für Green Bonds dieser Unternehmen.

Bei Auflegung des UniInstitutional Green Bonds lag der Anteil von Green Bonds am Gesamtportfolio bei knapp 70 Prozent (Mindestquote 51 Prozent). Dieser soll in den nächsten Jahren auf 90 bis 100 Prozent steigen. Die größte Emittentengruppe im Fonds bilden derzeit Unternehmen, gefolgt von staatsnahen Emittenten wie Förderbanken. In der Länderallokation dominieren Frankreich, Deutschland und die Niederlande. High-Yield-Anleihen können maximal zehn Prozent des Portfolios ausmachen, Fremdwährungsrisiken werden abgesichert. Fondsübergreifend hat Union Investment bereits eine Milliarde Euro in die Anlageklasse Green Bonds investiert.

Transparenz betreffend der eingesammelten Gelder
Green Bonds bieten Investoren hinsichtlich der Mittelverwendung, die bis zum Laufzeitende dokumentiert wird, Transparenz. Finanziert werden Projekte mit einem direkten Umweltnutzen wie Windkraftanlagen oder Solarparks. Zur Schaffung von Transparenz trägt der etablierte Marktstandard „Green Bond Principles“ der International Capital Market Association wesentlich bei, zu deren Mitgliedern Union Investment zählt. Die Kapitalmittel müssen zudem gesondert von den Kapitalströmen des Emittenten verwaltet werden.

Green Bonds entwachsen den Kinderschuhen
Das junge Anleihesegment dürfte von der politischen Entwicklung, beispielsweise der beim Pariser Weltklimagipfel zugesagten Zahlung in Höhe von jährlich 100 Milliarden US-Dollar ab 2020 für weniger finanzstarke Staaten zur Bewältigung von Klimawandel und für Klimaschutz, profitieren. Hinzu kommen als positive Faktoren für das Marktsegment vermehrte regulatorische Umwelt- und Nachhaltigkeitsvorgaben. Während 2016 Green Bonds mit einem Volumen von rund 90 Milliarden US-Dollar emittiert wurden, könnte das Volumen in diesem Jahr Schätzungen zufolge 150 Milliarden US-Dollar erreichen.

„Der Fonds bietet institutionellen Anlegern ein attraktives Rendite-Risiko-Profil. Da Green-Bond-Investoren meist einen längerfristigen Anlagehorizont haben, rechnen wir mit einer gegenüber klassischen Unternehmensanleiheinvestments reduzierten Volatilität bei vergleichbaren Renditechancen. Gleichzeitig können die Anleger gezielt Umwelt- und Infrastrukturprojekte fördern“, sagt Portfoliomanager Michael Kobel. (aa)

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