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Benchmarkemission: Große Nachfrage nach Social Bond aus Bayern

Die BayernLabo hat ihren ersten Social Bond emittiert und damit ihre Investorenbasis um nachhaltig ausgerichtete Investoren erweitert. Die Benchmarkemission war stark überzeichnet. Das unterstreicht das große Investoreninteresse.

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© weerapat / Fotolia

Institutionellen Investoren haben seit wenigen Tagen eine etwas größere Auswahl bei Social Bonds. Denn die BayernLabo hat erstmals eine „soziale Anleihen“ emittiert, die den strengen Kriterien unabhängiger Zertifizierungsagenturen für nachhaltige Anleihen entspricht. Der erste Social Bond der BayernLabo erreichte aufgrund seines Volumens von 500 Millionen Euro gleich Benchmarkformat und wurde von über 85 Investoren nachgefragt und war vierfach überzeichnet.

Wer ist die BayernLabo?
Die BayernLabo ist die Kommunal- und Förderbank des Freistaats Bayern und gehört zum BayernLB-Konzern. Das Institut ist traditionell das Organ der staatlichen Wohnungspolitik für die Wohnraumförderung im Freistaat Bayern. Zudem unterstützt die BayernLabo seit dem Jahr 2006 als Kommunalbank die bayerischen Gebietskörperschaften mit zinsgünstigen Krediten und speziellen Förderprogrammen.

„Die große Nachfrage aus dem In- und Ausland zeigt, dass nachhaltige Anlagemöglichkeiten für Investoren immer wichtiger werden“, erklärt Manfred Pongratz, stellvertretender Geschäftsleiter der BayernLabo. Das bayerische Förderinstitut wird die Erlöse aus der Anleihe ausschließlich zur Finanzierung oder Refinanzierung von Förderdarlehen aus dem Bayerischen Zinsverbilligungsprogramm, dem Bayerischen Modernisierungsprogramm, sowie dem kommunalen Wohnraumförderprogramm verwenden.

„Steigende Nachfrage“
„Mit der BayernLabo emittiert nach der DKB AG bereits das zweite Institut aus dem BayernLB-Konzern einen nachhaltigkeitsorientierten Bond und bedient so die steigende Marktnachfrage von attraktiven Green Finance Produkten“, erklärt Dr. Johannes-Jörg Riegler, Vorstandsvorsitzender der BayernLB. „Damit bekräftigen wir unseren Anspruch, soziale und ökologische Verantwortung zu übernehmen und fördern eine nachhaltige Entwicklung mit konkreten Maßnahmen.“ Die BayernLB hat bereits mehrere Green Bond und Green Schuldschein- Transaktionen federführend begleitet. Zuletzt stellte sie ihre Expertise in diesem Segment beim Green Bond für die DKB unter Beweis.

Investoren wollten viel mehr Material
Die Marktplatzierung wurde von einem Konsortium aus ABN AMRO Bank, BayernLB, DZ BANK, Erste Group und NORD/LB durchgeführt. Die zehnjährige Anleihe mit einem Volumen von 500 Millionen Euro weist einen Zinskupon von 0,625 Prozent aus und wird von Moody’s mit Aaa gerated. Die Konsortialbanken konnten innerhalb von 1,5 Stunden 85 Orders in Höhe von über zwei Milliarden Euro einsammeln. Der Re-offer Aufschlag wurde bei einer Referenz von Swapmitte minus 14 Basispunkte festgelegt. Der Auslandsanteil dieser Emission von 46 Prozent übertraf dabei den Anteil früherer Benchmarkemissionen der BayernLabo deutlich.

Die Nachfrage wurde dominiert von Investoren aus Deutschland und Österreich mit 58 Prozent, gefolgt von Investoren aus dem BeNeLux-Raum mit zehn Prozent und neun Prozent Anlegern aus Skandinavien. Mit Platzierungsanteilen von 35 Prozent und 30 Prozent erzeugte die Anleihe insbesondere bei Banken sowie bei Asset Managern und Fonds rege Nachfrage.

Erfreulich war laut Emittent, dass etwa 37 Prozent der Investoren diese Anleihe insbesondere vor dem Hintergrund von ESG-Kriterien zeichneten und damit im besonderen Maße der Intention dieser Transaktion Rechnung getragen haben. Das Nachhaltigkeitsrating, verliehen von oekom reserach im Oktober 2017 im Range von „C+“, stuft die BayernLabo in dieser Kategorie unter den drei führenden Instituten ihres“ Industry Segments“ ein. (aa)

 

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