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Ertragsalarm: Hedgefonds verringern ihre Gebühren

Im 4. Quartal 2016 erhöhte sich die Zahl der Fonds-Liquidationen auf 275, im 3. Quartal waren es 252. Obwohl die Assets under Management der Hedgefonds-Branche den Wert von Drei Billionen US-Dollar überstiegen, war die Zahl der Fonds-Schließungen 2016 so hoch wie zuletzt im Krisenjahr 2008.

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Kenneth J. Heinz, President von Hedge Fund Research Inc.

Das zeigen Daten des "HFR Market Microstructure Report", der von Hedge Fund Research Inc. (HFR) kürzlich publiziert wurde. Im Gesamtjahr 2016 sperrten ingesamt 1.057 Hedgefonds zu. Das war mehr als 2009, wo sich 1.023 Hedgefonds verabschiedeten. Den absoluten Höhepunkt erreichten die Schließungen 2008, wo es zu 1.471 Liquidationen kam. 

Wie bereits zuvor von HFR berichtet, erreichte das verwaltete Volumen aller Gefäße am Markt Ende  2016 mit 3,02 Billionen US-Dollar einen neuen Spitzenwert, zm 30.09.2016 waren es erst 2,97 Billionen gewesen. Die Gesamtzahl der Hedgefonds inklusive der Dachhedgefonds verringerte sich auf 9.803. 

Zuletzt wenig Neuzugänge

An Neuauflagen waren im 4. Quartal 2016 153 Hedgefunds zu vermelden, im 3. Quartal 2016 waren es 170 Stück und im 4. Quartal 2015 immerhin noch 183 neue Fonds gewesen. Die Anzahl der neuen Launches war in Q4-2016 überhaupt auf dem niedrigsten Stand seit dem 1. Quartal 2009 angekommen. Die Gesamtzahl an bestehenden Hedgefonds ist im Übrigen seit fünf Quartalen rückläufig. 2016 kamen insgesamt 729 neue Fonds an den Markt, 2015 waren es mit 968 Stück doch deutlich mehr. 

Fee-Kontraktion dokumentiert

Die durchschnittlichen Managementgebühren gingen in Q4-2016 gegenüber dem Quartal davor leicht zurück. Betrugen diese in Q4-2016 1,48 Prozent im Schnitt, in Q3-2016 war es noch ein Basispunkt mehr gewesen. Die durchschnittliche Performance Fee ging um 10 Basispunkte auf 17,4 Prozent im selben Zeitraum zurück. 

Neulancierungen geben es 2016 deutlich billiger 

Die Neuankömmlinge 2016 verlangten eine Fixgebühr von 1,33 Prozent p.a., im Jahr davor stellten die neuen Fonds noch im Schnitt 1,60 Prozent in Rechnung. Bei der Performancegebühr waren die Abstriche geirnger, statt 17,75 Prozent in 2015 ware es letztes Jahr 17,71 Prozent Incentive Fee. 

Performancestreuung nahm 2016 zu

Das Top-Dezil der HFRI-Fondsuniversums gewann im 4. Quartal 2016 im Schnitt 13,73 Prozent hinzu, wärend das Flop-Dezil 10,1 Prozent verlor. Im 3. Quartal 2016 lauteten die betreffenden Performance-Werte auf plus 14,77 respektive minus 7,1 Prozent. Im Gesamtjahr 2016 (2015) erreichte das Top-HFRI-Fonds-Dezil eine Jahresperformance von 32,7 (20,3) Prozent, das Flop-Dezil eine solche von minus 15,5 (minus 25,1) Prozent. Die Dispersion zwischen dem Top- und dem Flop-Dezil stiegt 2016 somit auf 48,2 Prozent. während sie 2015 nur bei 45,1 Prozent lag. Der HFRI Fund Weighted Composite Index gewann 2016 übrigens 5,5 Prozent hinzu.

Große Fonds ziehen Gelder an

Kenneth J. Heinz, President von Hedge Fund Research Inc., berichtete von einer sich verändernden Risikotoleranz der Investoren und einer steigenden Konzentration des Investorenkapitals in Richtung von Mid- und Large-Cap-Funds. Angesichts des Trends in den USA zu weiter steigenden Zinsen und damit einer makroökonomischen Normalisierung sollte eine größere Annzahl von Strategien von diesem Prozess 2017 performancemäßig profitieren können, merkte Heinz an. (kb)

 

 

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