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SPDJI: Kollabierende Korrelationen sind der größte Volatilitätsdämpfer

Tim Edwards, Senior Director, Index Investment Strategy bei S&P Dow Jones Indices meldet sich angesichts des ersten Kursrücksetzers um mehr als ein Prozent im S&P 500 Index seit 64 Handelstagen und analysiert die Volatilitätsentwicklung.

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Tim Edwards

Die bequeme Marktphase, in der es über 64 Tage keinen Indexrückgang von mehr als einem Prozent gab, ist also nun vorüber. "Die Trump-Trades holten sich eine blutige Nase", schreibt Edwards. Regionale US-Banken gingen etwa um mehr als zehn Prozent zurück, aber die Benchmark blieb nur zwei Prozent von ihrem All-Time-High entfernt. Auch die Volatilitätserwartungen blieben niedrig,der VIX schloss letzte Nacht bei 12,81 Prozent. 

"Der größte Dämpfer bislang in diesem Jahr für die Index-Volatilität ist der deutliche Rückgang in den Korrelationen", führt Edwards aus. Das holländische Wahlergebnis habe zur Beruhigung beigetragen, da die Meinungsumfragen die Gefahr von Rechts nicht unterschätzten. Dann sei im Anschluss der VSTOXX, das europäische Volatilitätsbarometer, auf den niedrigsten, jemals beobachteten Stand am 17.03.2017 gefallen. In den letzten Tagen sei er dann zwar gestiegen, aber doch tief gebleiben. 

Untypische VIX-Kurve

Die VIX-Futures-Kurve hat sich abgeflacht und ist untypischerweise gerade (siehe Grafik).

Quelle: SPDJI

Edwards dazu: "Im historischen Vergleich sollte man eine wesentlich höhere Volatilität am kurzen Ende der VIX-Futures-Kurve bei einem VIX von unter 13 Prozent erwarten dürfen. In anderen Worten, der Markt ist nicht für einen mittelfristrigen Volatilitätsspike positioniert. Deswegen sind die Hegding-Kosten relativ billig." Auf das Wort "relativ" kommt es an. "Das Verkaufen von VIX-Futures, wie sie als Benchmark im S&P Daily Inverse Short-Term VIX Index abgebildet sind, hätte einen Gesamtertrag von 183 Prozent über die letzten 12 Monate abgeliefert", resümiert Edwards. 

Volatile Ölmärkte

Wer abseits der europöischen Politik Volatilität sucht, wird an den Energiemärkten fündig. Edwards: "Rohölnotierungen sind bis dato 10 Prozent im März gefallen, und die OVX-Ölvolatilitäts-Benchmark stieg auf 30,05 Prozent", merkt Edwards an. (kb)

 

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