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Warum uns der Sektor „nicht-basiskonsumgüter“ in Europa gefällt

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Der Indikator für das Verbrauchervertrauen in der Eurozone zeigt zunehmenden Optimismus. Gleichzeitig steigen auch die Reallöhne, und die Kreditaufnahme von Haushalten. Von diesem Trend dürfte der Sektor Nicht-Basiskonsumgüter kurzfristig profitieren.

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Pensionskassen beklagen Komplexität und unzweckmäßige Regulierungen

Die überwiegende Mehrheit der Schweizer Pensionskassen beklagt im Rahmen der neusten Complementa-Studie mit dem Titel "Risiko Check-up 2017" eine gewachsene Aufgabenkomplexität sowie eine nicht zweckmäßige Regulierungs- und Aufsichtstätigkeit.

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Die Risiko Check-up-Studie wurde bereits zum 23. Mal durchgeführt. Die ausgewerteten Daten stammen von 412 Pensionskassen mit einem kumulierten Kapital von 563 Milliarden Schweizer Franken, das Sonderthema, betreffend die Stiftungsräte und deren Verantwortung, bezieht sich auf Auswertungen zu 102 Pensionskassen mit eiunem Vermögen von 160  Milliarden Schweizer Franken. 

Reserveaufbau vorangetrieben

In den vergangen fünf Jahren erzielten Schweizer Pensionskassen eine durchschnittliche Rendite von 5,1 Prozent p.a., Arbeitnehmer erhielten im gleichen Zeitraum jedoch nur eine Verzinsung von 1,9 Prozent. Die Verzinsung 2017 wird mit einem prognostizierten Wert von 1,4 Prozent einen historischen Tiefstwert erreichen, berichtet Complementa. Pensionskassen haben die hohen Renditen der letzten Jahre maßgeblich dafür verwendet, um Reserven aufzubauen. Der Deckungsgrad stieg in den letzten 5 Jahren um 8,2 Prozentpunkte. Die Schweizer Pensionskassen mussten zudem große Summen aufwenden, um infolge der tiefen Zinsen nicht nur ihre Vorsorgeverpflichtungen höher zu bewerten, sondern auch Pensionierungsverluste aufgrund versicherungsmathematisch zu hoch gewandelter Renten zu finanzieren.

Pensionskassen nutzen Spielraum im überobligatorischen Bereich

Versicherungsmathematisch zu hohe Leistungen an die Rentnergeneration führen dazu, dass von der erzielten Rendite für die Arbeitnehmer nicht mehr als der BVG-Mindestzins (aktuell bei einem Prozent) übrig bleibt. Insofern wird in der aktuellen Situation Kapital von den Aktiven zu den Pensionierten umverteilt. Das geschieht, obwohl Pensionskassen ihren Spielraum im überobligatorischen Bereich nutzen und aktuell mit einem tieferen durchschnittlichen Umwandlungssatz (5,9 Prozent) operieren als der am Wochenende zur Abstimmung stehende Satz von 6,0 Prozent. Ungeachtet der Abstimmung sind bereits weitere Absenkungen geplant. Für das Jahr 2022 geben Pensionskassen an, den Umwandlungssatz auf 5,4 Prozent abzusenken.

Komplexere Aufgaben für die Stiftungsräte

Fast unisono bejahen Stiftungsräte sowohl die Zunahme des Zeitbedarfs zur Aufgabenerfüllung als auch die starke Zunahme der Komplexität ihrer Aufgaben (96 respektive 98 Prozent). Das anhaltende Tiefzinsumfeld wird zwar von 95 Prozent der Teilnehmer nach wie vor als größte Herausforderung angesehen, in der Summe beschäftigen sich die Pensionskassen aber am meisten mit passivseitigen Fragestellungen (demografische Veränderungen 80 Prozent, Umverteilung von Aktiven zu Rentnern 74 Prozent). Den Spielraum bei den intern steuerbaren technischen Grundlagen scheinen die Verantwortlichen zu nutzen, da dies von 68 Prozent der Teilnehmer als weniger herausfordernd beurteilt wird. Trotz aller Maßnahmen auf der Aktivseite bestimmen dort hauptsächlich externe Faktoren, d.h. der Verlauf des Kapitalmarkts, über Erfolg oder Misserfolg der Vermögensanlage, wodurch sich der Anpassungsdruck auch auf die Leistungsseite verlagert hat. 73 Prozent der Verantwortlichen sind der Meinung, eine Versicherung in Haftungsfragen sollte zwingend abgeschlossen werden. Bereits 78 Prozent der befragten Vorsorgeeinrichtungen haben dies umgesetzt, mehrheitlich mit einer Organhaftpflichtversicherung.

Gestiegene Regulierung bringt wenig Nutzen

An der erhöhten Regulierungsdichte stören sich 92 Prozent aller Kassen und nur jede vierte Vorsorgeeinrichtung ist der Ansicht, die Tätigkeit der OAK wirke unterstützend. Nach dem Empfinden der Mehrheit werden die Kassen mit immerzu neuen Regelungen eingedeckt, die sie aber nicht oder nicht zweckmäßig darin unterstützen, ihre Pflichten wahrzunehmen.

Wer will da noch Stiftungsrat werden?

Vor dem Hintergrund der gestiegenen Anforderungen an die Kassenorganisation respektive an eine „Good Governance“, an das Knowhow der Stiftungsräte, höhere Haftungsrisiken, den gestiegenen Zeitbedarf und komplexere Aufgaben bekunden 35 Prozent der Pensionskassen Mühe bei der Rekrutierung neuer Stiftungsräte. Eine erfreuliche Nachricht zum Schluss: Trotz aller Schwierigkeiten sind die Kassen überzeugt, auf die aktuellen Herausforderungen und Haftungsrisiken vorbereitet zu sein (63 Prozent stimmen zu, 36 Prozent stimmen sehr zu). (kb)

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