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Warum uns der Sektor „nicht-basiskonsumgüter“ in Europa gefällt

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Der Indikator für das Verbrauchervertrauen in der Eurozone zeigt zunehmenden Optimismus. Gleichzeitig steigen auch die Reallöhne, und die Kreditaufnahme von Haushalten. Von diesem Trend dürfte der Sektor Nicht-Basiskonsumgüter kurzfristig profitieren.

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Mnuchins Idee hundertjähriger Bonds: Königsweg oder doch nur Irrweg?

Steve Mnuchin, der neue US-Finanzminister, begibt sich mit seiner Idee ultra-langlaufender Bonds auf dünnes Eis, meinen so manche Kommentatoren.

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Das US-Finanzministerium hat am Freitag eine Umfrage unter den Primary Dealers gestartet und ersucht um detaillierte Auskunft über deren Appetit auf 40, 50 oder 100 Jahre laufende Bonds, wie Bloomberg-Reporterin Alex Harris am Dienstag berichtete. Obwohl das Ministerium nicht zum ersten Mal mit dem Gedanken lang laufender Schulden spielt, ist dies wohl die detaillierteste und gezielteste Anfrage, an die man sich in der jüngeren Vergangenheit erinnern kann.

Theoretisch macht das Sinn

Die USA werden in den kommenden Jahre noch mehr Geld benötigen, wenn einige der drastischen und unerwarteten Änderungen im Haushalt der Nation sich materialisieren. Andere Staaten haben solche Papiere mit Leichtigkeit platziert, und Investoren zeigen ein eindeutiges Interesse an lang laufenden Anleihen, wie die fallende 30-Jahres-Rendite illustriert.

Soll der Staat Banken zum Erwerb zwingen oder sie dafür bezahlen? 

Aber in der Praxis bedeutete die Platzierung 50-jähriger Anleihen, dass die USA entweder die großen Wall-Street-Banken dazu zwingen müssen, mehr Risiken einzugehen als ihnen lieb ist, oder sie für die Platzierung der Anleihen zu bezahlen. Beide Varianten sind politisch nicht vertretbar.

Die Herausforderung für die USA bei der Begebung von 50 oder 100 Jahre laufenden Anleihen zeigt, wie stark sich der 13,9 Billionen Dollar schwere US-Staatsanleihemarkt von anderen Märkten auf dem Planeten unterscheidet. Es ist nicht nur der größte Markt für Schuldtitel, sondern Händler erwarten auch, dass die Bonds regelmäßig emittiert und gehandelt werden. Das Land verlässt sich dabei auf die großen Banken, die einen Auktionsprozess ermöglichen, in dem Investoren ihre Gebote abgeben und Zuteilungen gemäß der Höhe dieser Gebote relativ zu anderen erhalten.

Primär-Dealer, darunter Banken wie JPMorgan Chase, Morgan Stanley und Bank of America müssen bei jeder Auktion mitbieten und stellen somit ein Auffangnetz dar. Wenn diese Banken an einer Auktion ultra lang laufender Anleihen teilnehmen würden, bedeutete das für sie das Risiko, am Ende relativ illiquide 50-jährige Bonds zu halten, ohne sich gegen Verluste über das 30-jährige Niveau hinaus absichern zu können. Das ist ein substanzielles Risiko, besonders da der Regulierer seit Jahren versucht, die großen Wetten der Banken einzudämmen.

Pensionsfonds würden aus Duration-Matching-Gründen Ultra-Langläufer lieben

Langfristige Investoren wie Pensionsfonds und Versicherungen sind wohl die wahrscheinlichsten Käufer ultra lang laufender Anleihen und neigen dazu, diese bis zur Endfälligkeit zu halten, was zu geringerer Handelsaktivität in den Titeln führt als bei kurz laufenden Schulden. 

Eine andere Möglichkeit wäre, die Banken für die Platzierung der Anleihen zu bezahlen, ähnlich wie Unternehmen eine Gebühr an die Underwriter bei der Begleitung einer Anleiheemission bezahlen. Aber es ist schwer vorstellbar, wie die Idee der Bezahlung großer Banken durch die US-Regierung im aktuellen politischen Umfeld umsetzbar wäre.

Kosteneffiziente Form der Kapitalaufnahme?

Diese Fragen sollten zunächst angegangen werden, noch vor einer Diskussion über das Vorherrschen ausreichender Nachfrage und ob die die USA genügend Bonds emittieren können, um für einen stabilen und mehr oder weniger liquiden Teil des Marktes zu sorgen. Und dann stellt sich natürlich noch die Frage, ob es sich überhaupt um eine kosteneffiziente Möglichkeit handelt, Kapital aufzunehmen.

Aus Absicherungsgründen könnte man auch 50-jährige Futures auf US-Treasuries einführen, doch auch hier wäre wohl die Liquidität das Hauptproblem. Der Staatsanleihenmarkt in den USA hat jedenfalls seine eigenen Gesetze, denen auch ein Finanzminister Beachtung schenken muss. (kb)

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