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Hohe Private Equity Fees: Yales David Swensen kontert die Kritik

Die Yale-Universität, einer der am meisten beachteten und bestperformenden Universitätsstiftungen, verteidigt die Gebühren, die sie ihren externen Private Equity Managern bezahlt. Schließlich habe man Top-Manager ausgewählt, die für superiore Renditen sorgten.

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David Swensen bestimmt seit Jahrzehnten die Anlagepoltik des Yale Endowment Fund.

Im letzten Jahresbericht wurde man deutlich: Eine passive, allein auf niedrige Kosten setzende Private Equity-(PE)-Strategie hätte weniger Nettoertrag gebracht und Lehrkörper sowie Studenten einen Bärendienst beschert. Genaue Zahlen zu den Kosten blieb man zwar schuldig, im Report steht nur, dass die Manager hohe, Performance basierte Gebühren verdient hätten. Die Yale-Stiftung besitzt ein Vermögen von 25,4 Milliarden US-Dollar und ist damit die zweitgrößte hinter Harvard. Sie wird seit 1985 von David Swensen gemanagt, der letztes Jahr einen Ertrag von 3,4 Prozent erzielte, während die Universitäts-Stiftungen im Schnitt zwei Prozent verloren.

Gebühren für PE- und Hegefonds, von denen einige noch immer die 2/20 Fee-Struktur aufweisen, sind immer wieder Stein des Anstoßes. Waren Buffett hat sie ebenso öffentlich aufs Korn genommen wie der Autor und Journalist Malcolm Gladwell, der Yale wegen der hohen Hedgefondsgebühren vor zwei Jahren an den medialen Pranger stellte. 

Kongress untersucht

Auch vor dem Kongress hat das Hedgefonds- und Private Equity-Manager-Bashing nicht Halt gemacht. Die Abgeordneten sorgen sich um den Universitätszugang wegen der deutlich gestiegenen Studiengebühren in den letzten Jahren. Sie diskutieren über die Steuerfreiheit der Stiftungen und fragen nach Gebühren in einer Frageliste, die sich letztes Jahr an die 56 bestdotierten privaten Colleges richtete. Die meisten Ausbildungseinrichtungen blieben im Übrigen Antworten zur delikaten Fee-Frage schuldig.

Netto-Rendite zählt, sonst nichts

Die Rechenschaftsberichte geben immer einen gewissen Einblick in die Anlagephilosophie der Stiftung, die Einschätzung der Lage sowie die Performance. Letztes Jahr widmete sich Yale ausgiebig der Darstellung der eigenen Fähigkeiten in Bezug auf Private Equity. Dieses Jahr hielt man fest, dass man jährlich hunderte Millionen US-Dollar für die Expertise externe Manager ausgeben könne, da die Erträge außergewöhnlich hoch seien. „Was Buffett, Gladwell und die anderen Gebühren-Basher vergessen, ist die Tatsache, dass die wichtigste Kenngrößen die Netto- und nicht die Brutto-Renditen sind“, heißt es im Bericht, und weiter: “Schwache oder negative Renditen würden sich in niedrigen beziehungsweise gar keinen Performance-Gebühren niederschlagen, sie wären ein schreckliches Ergebnis für den Universitätsbetrieb.“ (kb)

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