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Goldman Sachs kauft Venezuela-Anleihen mit einem satten Discount

Bonds für 2,8 Milliarden US-Dollar wurden zu einem Abschlag von 31 Prozent auf die letzten Kurse erworben, wobei der Betrag auch 865 Millionen Dollar an PDVSA-Bonds enthält. PDVSA (Petróleos de Venezuela S.A.) ist die staatliche Ölgesellschaft des von Unruhen und hoher Inflation gebeutelten Landes.

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Dieses Meldung des Wall Street Journals schlug wie eine Bombe ein: Goldman Sachs kaufte die Anleihen mit Junk-Status aus dem Portfolio der venzolanischen Zentralbank und verschafft damit dem unter starkem Druck der Opposition stehenden linken Präsidenten Nicolás Maduro finanzielle Luft. 

31 Cent für den Dollar

Während zuletzt für die PDVSA-Anleihe  aus 2014 mit Fälligkeit 2022 Kurse um die 39 Prozent des Nennwertes im Handel aufgrufen wurden, zahlte die Asset Management Division von Goldman Sachs nur 31 Cent je US-Dollar Nennwert, wie Insider verrieten. Der Preis des Pakets macht einen Abschlag von 31 Prozent auf die venezolanischen Anleihen aus, die im gleichen Jahr fällig werden. 

Die Geldspritze kommt just zu einem Zeitpunkt, zu dem Maduro feindlich gegenüberstehende Lobbies hart daran arbeiten, dass die westlichen Finanzinstitutionen kein Geld an das kommunistische Regime leihen, das sich mit diktatorischen Mitteln verzweifelt an die Macht klammert und Bürgerechte mit Füßen tritt. 

Eine 100-Prozent-Chance?

Den Informanten zufolge soll Goldman Sachs bereits früher venezolanische Bonds erworben haben und diese Position schon länger kontinuierlich ausbauen. Zudem soll Goldman auf einen Regierungswechsel spekulieren, der den Wert der Stataschulden um mehr als hundert Prozent steigern könnte. Wegen chronischer Ausfallsrisiken der Staatsanleihen und PDVSA-Bonds sind derzeit Renditen um die 30 Prozent pro Jahr zu beobachten. (kb)

 

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