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Aktueller Weltwirtschaftsausblick

Sowohl die globalen als auch die europäischen Konjunkturaussichten haben sich seit Ende des letzten Jahres aufgehellt. Welche Auswirkungen dies auf die Finanzmärkte hat und was Anleger jetzt besonders beachten sollten erfahren Sie hier.

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Globaler Markt: Starker Start für europäische ETFs

Laut Daten des ETF-Riesen Amundi kommt der europäische ETF-Markt schön langsam in die Gänge und verzeichnet im Januar und Februar Zuflüsse, die der Hälfte des gesamten ersten Halbjahres von 2016 entsprechen. Im Vergleich zu den den USA sind das aber immer noch die sprichwörtlichen Peanuts.

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Ohne Dollar geht im weltweiten ETF-Markt nach wie vor wenig bis gar nichts. Rund 75 Prozent der gesamten Mittelzuflüsse gehen in die Vereinigten Staaten.

Zwar bleibt die Tatsache unbestritten, dass die USA nach wie vor der mit Abstand der mächtigste Player im Markt sind. Mit mehr als 47 Milliarden Dollar, die laut Amundi-Daten alleine im Februar in US-ETFs flossen, macht der Markt der Vereinigten Staaten in etwa drei Viertel des weltweiten Volumens aus. Die ersten beiden Monate 2017 waren trendtechnisch aber auch für die europäische ETF-Branche durchaus erfolgreich: Denn europäischen ETFs flossen im Januar und Februar bereits 20 Milliarden Euro zu. Dies entspricht annähernd der Hälfte der Zuflüsse des gesamten Jahres 2016. Im Februar 2017 verbuchten ETFs in Europa 9,8 Milliarden Euro an neuen Mitteln. 6,4 Milliarden Euro entfielen auf Aktien- und 3,1 Milliarden Euro auf Anleihe-ETFs.


Die USA stellen auch im Aktien-Segment den nach wie vor den mit Abstand größten ETF-Markt dar

Quelle: Amundi


Globale Aktien-ETFs lagen mit Blick auf die regionalen Anlageschwerpunkte im Februar 2017 vorn. Währungsgesicherten ETFs auf globale Aktien flossen im Februar 596 Millionen Euro bzw. ungesicherten ETFs 335 Millionen Euro zu. Hintergrund war eine freundlichen Konjunkturentwicklung, die – vor allem in den USA, der Eurozone und Japan – durch eine starke Binnennachfrage und leicht anziehende Investitionen sowie – vor allem in Asien – durch gute Außenhandelszahlen angetrieben wurde.

Schwellenländer im Trend

ETFs auf Schwellenländeraktien flossen im Februar 628 Millionen Euro zu. Obwohl die Rahmendaten von Land zu Land differieren, sind Schwellenländer für viele Anleger wegen günstiger Bewertungen, oft unterbewerteter Währungen und dem Aufholpotenzial wegen der Untergewichtung in vielen Portfolios weiterhin attraktiv.

Auf dem dritten Platz rangieren im Februar ETFs auf europäische Aktien mit einem Plus von 430 Millionen Euro. Hintergrund sind besser als erwartete Wirtschaftsindikatoren und die im Vergleich zu den USA günstigere Phase im Wirtschaftszyklus, in der ein geringerer Inflationsdruck droht. Gebremst wurde die Nachfrage hingegen wegen politischer Risiken.

Auf Einzelländerbasis lagen im Februar Japan-Aktien-ETFs vorn. Nicht-währungsgesicherten ETFs flossen hier 701 Millionen Euro und währungsgesicherten ETFs 255 Millionen Euro zu. Die Trendwende bei den Investitionen im vierten Quartal 2016 sowie sich weiter verbessernde Konjunkturzahlen im ersten Quartal 2017 bestimmten das Bild in Japan. Der wesentliche Faktor bleibt in Japan weiterhin die Fiskalpolitik. Zudem plant die Bank of Japan, die 10jährigen Zinsen auf absehbare Zeit auf der Nulllinie zu halten.

Faktor "Value" dominiert Smart Beta

Bei Smart-Beta-ETFs dominiert der Faktor „Value“ mit Zuflüssen im Februar von 944 Millionen Euro. Es folgen mit Abstand „Size“ mit einem Plus von 150 Millionen Euro und „Mid-Cap“ mit 136 Millionen Euro.

Auf der Bond-Seite lagen ETFs auf Schwellenländer-Staatsanleihen mit Zuflüssen von 1,3 Milliarden Euro im Februar vorn. US-Inflation-linked-Bonds verbuchten ebenfalls erhebliche Nettomittelzuflüsse in Höhe von 852 Millionen Euro. Höhere Inflationserwartungen veranlassen Investoren gezielt, auf diese ETF-Kategorie zu setzen. Mit Blick auf steigende US-Zinsen waren Floating-Rate-Note-ETFs, denen 528 Millionen Euro zuflossen, ebenfalls stark gefragt. (hw)

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