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FMA zeigt Meinl Bank wegen mutmaßlicher Geldwäsche an

Über eine einstige Karibiktochter der Meinl Bank sollen fragwürdige Zahlungen abgewickelt worden sein. Die Finanzmarktaufsicht hat die Staatsanwaltschaft Wien eingeschaltet.

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Der Schlagabtausch zwischen Finanzmarktaufsicht (FMA) und der Meinl Bank geht in die nächste Runde. So berichtet das Nachrichtenmagazin profil in seiner aktuellen Ausgabe, dass die FMA die Meinl Bank wegen mutmaßlicher Geldwäsche in Zusammenhang mit dem Odebrecht-Korruptionsskandal angezeigt hat.

Nach Recherchen von "profil" und der ZIB2 richtet sich die kürzlich bei der Staatsanwaltschaft Wien eingebrachte Sachverhaltsdarstellung gegen namentlich nicht genannte amtierende und ehemalige Manager der Meinl Bank und deren früherer Tochter Meinl Bank Antigua Limited (MBA). Die Meinl Bank hatte die MBA-Mehrheit 2011 verkauft, blieb aber bis 2015 beteiligt, bis Anfang 2016 fungierten dort zwei Österreicher als nicht-geschäftsführende ("non-executive") Direktoren. Einer davon ist der langjährige Wiener Meinl-Bank-Vorstand Peter Weinzierl.

Wie die Recherchen zeigen, hatten jedenfalls vier dem brasilianischen Odebrecht-Konzern zuzurechnende Briefkästen bis zuletzt Konten bei der Meinl Bank Antigua, die wiederum die Wiener Meinl Bank als Korrespondenzbank nutzte. Nach Erkenntnissen der FMA könnte ein Teil der fragwürdigen Odebrecht-Zahlungen von Antigua aus über Wien abgewickelt worden sein.

Geldwäscheverdachtsmeldung
Wie sich laut profil weiters herausstellt, hatte die Meinl Bank von sich aus bereits im September vergangenen Jahres eine Geldwäscheverdachtsmeldung beim Bundeskriminalamt erstattet. Sie berief sich dabei auf "Medienberichte", wonach die Meinl Bank Antigua "in Zahlungsströme rund um die Odebrecht-Gruppe involviert“ sei. "Es besteht nunmehr der Verdacht, dass auch über Konten von der Odebrecht-Gruppe nahestehenden Unternehmen bei der Meinl Bank Antigua Ltd. Zahlungen … geflossen sein könnten", wie es in der Meldung hieß.

Die Meinl Bank erklärte bereits mehrfach, seit 2011 "keinen operativen Einfluss" mehr auf die MBA zu haben. "Dass unser Institut nun in Zusammenhang mit den Ermittlungen in Sachen Odebrecht gebracht wird, ist so bedauerlich wie unangebracht. Unser Institut wird dies auch gegenüber den Behörden darlegen", so Vorstandsdirektorin Samira Softic in einer Stellungnahme. (gp)

 

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